Zwettl im Laufe der Geschichte

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 08:44
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_8215989_zwe43zwettl_stadtgeschichte_gruppe.jpg
Fundierte Historiker und Geschichtsinteressierte versammelten sich im Sparkassensaal (sitzend v. l.): Oliver Kühschelm, Josef Prinz, Friedel Moll, Stefan Eminger, Martin Scheutz und Roman Zehetmayer, (stehend v. l.) Gabriele Krammer-Webinger, Bürgermeister Franz Mold, Joachim Adolf und Elisabeth Moll.
Foto: Maria Moll
Der erste Abschnitt der neu erarbeiteten Stadtgeschichte wurde präsentiert.

Unter dem Titel „Zwischen Krisen und Erfolg – eine Stadt findet ihren Weg“ erfolgte am 22. Oktober die Präsentation des ersten Abschnitts der neu erarbeiteten Stadtgeschichte Zwettls.

Schon am Vormittag traf sich die 16-köpfige Schar fundierter Historiker zum Workshop im Großen Sitzungssaal des Stadtamtes, um die seit 2018 gewonnenen Erkenntnisse über die Geschichte Zwettls zu diskutieren. Am 26. Juni 2018 hatte der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss gefasst, dass anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Großgemeinde“ die Stadtgeschichte wissenschaftlich neu aufgearbeitet werden sollte. Denn Zwettl ist nicht nur „die Kuenringer stadt“. Ausgrabungen und Funde der letzten Jahre schufen ein neues Bild.

Einzigartiges Netzwerk von Historikern gebaut

ÖVP-Bürgermeister Franz Mold strich bei der Präsentation heraus: „Zwettl stand zwar nicht im Zentrum der Weltgeschichte, aber es musste sich durchaus damit auseinandersetzen.“ Speziell begrüßte er Oliver Kühschelm, den Koordinator der Arbeiten zum Hauptthema des Abends – „Zwettl im 19. Jahrhundert“ –, sowie Stadtarchivarin Elisabeth Moll und Friedel Moll, „der im Laufe der Jahre ein einzigartiges Netzwerk zu Historikern und Wissenschaftlern aufgebaut hat“. Bariton Joachim Adolf und Pianistin Gabriele Kramer-Webinger schufen mit Balladen aus dem 19. Jahrhundert den schönen musikalischen Rahmen.

Friedel Moll stellte die leitenden Wissenschaftler des Projekts „Stadtgeschichte Zwettl“ vor: Roman Zehetmayer leitet das Team, das die Epoche des Mittelalters behandelt und in dem auch „Lokalmatador“ Herbert Krammer mitwirkt. Martin Scheutz hat sich um die Transkriptionen der Ratsprotokolle bemüht, in deren Herausgabe vermittelt und häufig mit Studiengruppen in Zwettl gearbeitet. Er arbeitet zur „Frühen Neuzeit“. Stefan Eminger hat den Abschnitt 20. und 21. Jahrhundert übernommen. Eine eher kurze Zeitspanne, aber sehr interessant, denn „Zeitgeschichte ist Geschichte, die noch dampft“, wie Josef Prinz, einer seiner Teamkollegen sagte. Das vierte Team stand unter der Leitung von Oliver Kühschelm. Zusammen mit drei Teamkollegen gab er Einblicke in ihre abgeschlossene Forschungsarbeit bezüglich „Zwettl im 19. Jahrhundert“.

Die Publikation über Zwettl im 19. Jahrhundert ist unter http://zwettl.gv.at/stadtarchiv nachzulesen.