Klettern mit Teddys in Altmelon

Erstellt am 26. August 2017 | 05:00
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Bärenwald-Leiterin Siegrid Zederbauer (ganz hinten) überwacht den Seilzug der Teddybären am „Mount Teddybär“. Mit im Bild: Kerstin und Julia Wessely, Helena und Johanna Huber, Sophie und Nadine Bauer, „Mr. Bärentrail“ Josef Grünstäudl (vorne), René und Nadine Puchner, Noah und Miriam Glöckler, Elfie Grünstäudl und Bürgermeister Manfred Stauderer.
Foto: Markus Füxl
Bei der Eröffnung des Teddybärentrails in Altmelon konnten Kinder ein ehemaliges Hochgebirge besteigen.

Eine Erstbesteigung auf einen „Waldviertler Achttausender“ ohne Sauerstoffmaske - das war für Besucher bei der Eröffnung des neuen Teddybärentrails in Altmelon möglich.

Die bereits bestehenden Bärentrails bekamen in den letzten Wochen familienfreundlichen Nachwuchs. Auf fünf neuen Teddybärentrails können Kinder die zwischen 2,9 und 8,5 km langen Strecken in 1 bis 2,5 Stunden Gehzeit bewältigen. Stellvertretend für die Strecken in Arbesbach, Rappottenstein, Kirchbach und beim Lohnbachfall wurde am 19. August der Trail in Altmelon eröffnet.

Das Wandern hat in Altmelon bereits eine lange Tradition“

Bürgermeister Manfred Stauderer freute sich über den zahlreichen Besuch der Kinder mit ihren Familien trotz Regenwetters. „Das Wandern hat in Altmelon bereits eine lange Tradition“, sagte Stauderer. Er bedankte sich bei Bärenwald-Leiterin Sigrid Zederbauer für ihr Durchhaltevermögen in den letzten zweieinhalb Jahren von der Idee der Bärentrails bis zur jetzigen Umsetzung der „kleineren“ Ableger.

Außerdem dankte Stauderer dem Obmann des Wandervereins Altmelon, Josef Grünstäudl, der in den letzten Wochen für die Beschilderung entlang des Teddybärentrails gesorgt hatte. Ihm verlieh Stauderer den Spitznamen „Mr. Bärentrail“.

Teddybären abgeseilt

Am Gaubitzhof wartete schließlich ein besonderes Hindernis auf die von den Kindern mitgebrachten Teddybären. Sie mussten einen ehemaligen Waldviertler Achttausender besteigen. Vor etwa 300 Millionen Jahren war das Waldviertel vermutlich ein gewaltiges Hochgebirge. Damals gab es hier Berge in Himalaya-Dimension. Bei einer knapp fünf Meter hohen Steinformation bildeten die Teddybären eine Seilschaft und wurden unter Aufsicht von Sigrid Zederbauer und Manfred Stauderer fachmännisch abgeseilt.

Weil es bei der Eröffnung stark regnete, fiel die Wanderung etwas kürzer als geplant aus. Die Besucher wurden von Kräuterpädagogin Elfi Grünstäudl einige hundert Meter weit in Richtung der sagenumwobenen „Luaga Lucka“ geführt.

Dort habe laut einer Überlieferung eine Steinhöhle mit verschiedenen Räumen einem Herrn Luaga als Unterschlupf gedient. Der Teddybärentrail führt von dort weiter über die Fahrthofer Höhlen mit der Druidenkanzel zurück nach Altmelon. Die reine Gehzeit beträgt etwa zwei Stunden. Nähere Infos zu den fünf Teddybärentrails gibt es unter www.baerentrail.at.

Zum Abschluss gab es für die Familien eine Jause am Gaubitzhof.