Weg frei für Bauplätze in Schweiggers. Bei der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Lockdown wurde in Schweiggers die örtliche Wirtschaft mit einigen Sanierungsaufträgen unterstützt.

Von Martina Hofer. Erstellt am 06. Juni 2020 (06:17)
Zur Gemeinderatssitzung in Schweiggers kamen alle Mandatare mit Mundschutz. Im Bild: Bürgermeister Josef Schaden, Martina Honeder, Walter Fuchs, Andreas Pock, Robert Reuberger, Andreas Holzmüller, Vizebürgermeister Günther Prinz, Andreas Koller, Niko Steinberg, Christian Wally, Bettina Kienmayer, Josef Strohmayer, Mathäus Rößler, David Krecek, Christine Kerndl, Christian Breiteneder, Christopher Edelmaier, Sandra Krecek, Markus Rabl und Gerhard Grünbeck.
Marktgemeinde Schweiggers

Neue Rahmenbedingungen gab es bei der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Lockdown in Schweiggers. Aufgrund der vorgegebenen Maßnahmen wurde in den Veranstaltungssaal der Gemeinde ausgewichen. Jeder bekam einen zugewiesenen Tisch, Desinfektionsmittel wurde bereitgestellt und das Betreten war nur mit Mund-Nasen-Maske erlaubt.

„Die Gemeinderatssitzung war und ist Dreh- und Angelpunkt für Entscheidungen in der Gemeinde, daher haben wir uns entschieden jetzt eine Sitzung abzuhalten“ betonte Bürgermeister Josef Schaden. 27 Tagesordnungspunkte wurden dabei behandelt und es sind bereits wieder neue Punkte für die nächste Sitzung in Arbeit.

Ein besonderes Anliegen waren diesmal die Baulandwidmung sowie der Kauf und Verkauf von Grundstücken. In Perndorf wurde der Widmungsplan um zwei Grundstücke erweitert, für die es bereits private Interessenten gibt. Zudem wurde in der Katastralgemeinde Sallingstadt Bauland um rund 13.000 Euro weiterverkauft. „Die Menschen fühlen sich in Schweiggers wohl und wollen hier ein Eigenheim für ihre Familien errichten. Daher ist es uns ein großes Anliegen, Bauplätze zu schaffen und unsere Region vor der Abwanderung zu schützen“ so der Bürgermeister.

Zahlreiche Vergaben für Bauprojekte standen ebenfalls auf der Tagesordnung. So sollen in drei Katastralgemeinden die Löschteiche saniert werden, um im Brandfall auf dieses Wasserreservoir zugreifen zu können. Hierfür sollen rund 60.000 Euro investiert werden. Auch zwei Kapellenrenovierungen wurden in dieser Sitzung beschlossen. Bei allen Bauarbeiten werde ein besonderes Augenmerk auf die heimischen Betriebe gelegt. Man wolle damit die ansässige Wirtschaft ankurbeln und ein Vorbild für Private sein.

Bevölkerung soll bei der Gemeinde 21 mitwirken

Weiters wurde der Einstieg in die Landesaktion „Gemeinde 21“ beschlossen. Hier soll in den nächsten vier Jahren ein Gemeindeleitbild mit Bürgerbeteiligung umgesetzt werden. Im Fokus stehen die Themenbereiche: Global, Biosphäre, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit den Bürgern sollen so Projekte für aktive Mobilität, Nahversorgungsausbau, Breitband und nachhaltiger Bauplatzentwicklung ausgearbeitet werden. Die Aktion wird von der NÖ.Regional.GmbH betreut, die Kosten belaufen sich auf 21.160 Euro. Alle Tagesordnungspunkte wurden einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Schaden dankte abschließend den Mandataren: „Nur durch das Miteinander haben wir diese Situation gemeistert und wir noch vieles für unsere Bürger bewirken können.“