Dorfbegehungen mit Zeitzeugen: Geschichten „sammeln“

Erstellt am 15. August 2022 | 04:03
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8435272_zwe32bez_seinerzeit_goepfritz_rundgang_.jpg
Beim Rundgang in Göpfritz: Irene Rabl, Wolfgang Schneider, Tanja Dienstl, Alois Dangl, Erna Fasching, Josef Grötzl, Franz Rabl vom Café Seinerzeit, Inge Klein, Leopold Klein, Claudia Rathmanner, Otto Hübl, Herbert Schmidt und Romana Gumpinger.
Foto: Fritz Schiller
Die Dorfbegehungen des „Café Seinerzeit“ der Topothek Göpfritz sind historische Rundgänge mit viel Raum für Zeitzeugenberichte.

Vor wenigen Wochen präsentierte die Topothek der Marktgemeinde Göpfritz ihr neuestes Projekt, das „Café Seinerzeit - Wia woa den des...?“, im Rahmen von TUT Gut in NÖ. Dabei sollen die verschiedenen Orte des Bezirkes Treffpunkt für gemeinsame Dorfbegehungen sein, wobei die Teilnehmer Erinnerungen erzählen und zum Diskurs anregen. Körperliche und mentale Gesundheitsprävention durch das Gehen und Erzählen stehen dabei im Vordergrund, nicht zu unterschätzen dabei ist das große Interesse am Sammeln von regionalen Geschichten für die Heimatforscher. „Geschichten, die das Leben schrieb, Erinnerungen lebendig machen und aus Vergangenem Freude schöpfen, war das Motto der ersten zwei Dorfbegehungen“, freut sich Franz Rabl (Topothek Göpfritz) über das große Interesse.

Das erste Treffen fand Ende Juli in Göpfritz an der Wild statt. „Diese vielen, kleinen persönlichen Geschichten machen die Gemeinschaft reicher, lebendiger und vielfältiger“, so Topothekar Rabl. Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun: „Das historische und das soziale Netzwerk in unserer Gemeinde leistet hier einen wichtigen Beitrag für ,Gut leben in unserer Gemeinde‘. Wir möchten dies auch hörbar und sichtbar machen, für Jung und Alt, in Erinnerung an ein Damals, für ein Heute und ein Morgen. Wir haben neun Orte, und jeder hat sein Gedächtnis, und dieses ist für die Zukunft zu bewahren.“

Franz Rabl als Leiter der Topothek organisierte mit den zuständigen Topothekaren Otto Hübl und Leopold „Dago“ Klein in Göpfritz sowie mit Herbert Schmidt in Kirchberg diese Dorfrundgänge.

440_0008_8435267_zwe32bez_seinerzeit_rundgang_kirchberg_.jpg
Herbert Schmidt, Carlo Monaco, Eva Maria Rabl und Regina Koller mit Tochter beim Rundgang in Kirchberg.
Foto: Franz Rabl

Beim „Café Seinerzeit-Treffen“ in Kirchberg Anfang August erzählte der Kirchberger Dorfhistoriker Herbert Schmidt von der Entwicklung des Dorfes zum Markt, aus der Geschichte des Dorfes, das als eines der ältesten Ansiedlungen im Waldviertel bekannt ist. Schmidt führte zum Schloss, der Kirche, zur Mühle, Siedlung Dörfl, Mariensäule, Bräugasse und natürlich einmal um den Schlossteich.

Das nächste „Café Seinerzeit - Wia woa denn des…?“ findet im September statt. Das genaue Datum und der Ort werden noch angekündigt.