Groß Gerungs

Erstellt am 08. März 2018, 04:13

von Markus Füxl

Frust bei Bürgermeister wegen Förderung. Groß Gerungs erhielt einen Förderzuschlag. Mit der Entscheidung hat Maximilian Igelsböck aber Probleme.

Der geplante Schulfreiraum in Etzen erhielt eine Förderzugsage. Im Bild Hermann Laister, Claudia Hofbauer, Martin Hahn, die Landesräte Barbara Schwarz und Karl Wilfing, Doris Braun, Vizebürgermeister Karl Eichinger (hinten v.l.) mit den Kindern Elisa, Julian und Niklas Hahn und David Laister (vorne v.l.).  |  David Schreiber

Im Rahmen der Förderaktion „Schulhöfe und Spielplätze“ erhielt neben fünf weiteren Gemeinden im Bezirk auch Groß Gerungs eine Förderzusage. Verwendet werden soll das Geld (maximal 40.000 Euro) zur Errichtung eines Schulfreiraumes in Etzen, zwischen Gasthaus Mathe und dem Sportplatz.

Eltern und Kinder sollen in der Planung miteingebunden werden. Betreut wird die Gemeinde durch Experten der NÖ Familienland GmbH, die im Rahmen der Förderinitiative mit der Aktion „Natur im Garten“ und dem Land Niederösterreich kooperieren.

So weit so gut. Trotzdem schäumt Maximilian Igelsböck während eines Telefonates mit der NÖN: „Ich schaue der Förderung mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Es ärgert mich wahnsinnig!“

Grund für den Unmut ist die Tatsache, dass die Gemeinde Groß Gerungs zwei Projekte bei der Förderinitiative eingereicht hatte. Neben Etzen möchte Igelsböck heuer auch eine Freiluftklasse für die Volks- und Neue Mittelschule Groß Gerungs errichten. Dieses Projekt erhielt aber keine Förderzusage.

„Jetzt müssen wir ein Projekt für rund 260 Kinder mit bescheidenen Mitteln selbst finanzieren. Das ist eine Schweinerei“, so Igelsböck.

Zwei Förderungen pro Gemeinde möglich

Auf die Kritik angesprochen, erklärt Martina Strobl von der NÖ Familienland GmbH: „Wir haben insgesamt 72 Anträge erhalten. Eine Jury vergibt für jedes Projekt Punkte in mehreren Kategorien. Die 30 Projekte mit den meisten Punkten erhalten die Förderung.“ Die Bewertungskategorien reichen dabei von den baulichen Gegebenheiten vor Ort über bereits bestehende Angebote für Schüler, die Bedeutung der Fläche für den Schulstandort und wie sehr sie für das Projekt geeignet ist.

Dass eine Gemeinde zwei Projekte gefördert bekommt, sei laut Strobl prinzipiell möglich, aber bisher noch nicht vorgekommen. Ärgerlich für Groß Gerungs: Das zweite Projekt dürfte dem Vernehmen nach nur knapp den Sprung in die Förderliste verpasst haben.

Die Förderaktion läuft in ihrer dritten und letzten Periode. 60 Schulfreiräume und Spielplätze wurden bisher im Rahmen der Aktion eröffnet.