Qualitätsgütesiegel für Herz-Kreislauf-Zentrum. HKZ Groß Gerungs arbeitete zwei Jahre lang auf Qualitätsgütesiegel hin.

Von René Denk. Erstellt am 14. Juni 2019 (06:40)
René Denk
Freuen sich über neue international anerkannte Zertifizierungen, die die Qualität des Herz-Kreislauf-Zentrums Groß Gerungs herausstreichen: Kommunikationsleiterin Michaela Haidvogl, Haustechnik-Chef Anton Einfalt, Geschäftsführer Fritz Weber, Pflegestationsleiterin Elfriede Stiedl, der stellvertretende Leiter der Hotelrezeption, Jürgen Wiesinger und die Leiterin der Medizinischen Administration, Renate Rauch.

Seit rund zwei Jahren arbeitet das Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) Groß Gerungs daran, die international anerkannten Zertifizierungen „QMS-REHA 3.0“ und „EFQM Committed to Excellence“ zu erreichen. In der Vorwoche war es nun soweit: Das HKZ ist nun im Besitz beider Qualitätsauszeichnungen.

„Wir haben uns immer schon damit beschäftigt, wie wir uns weiter verbessern können“, ist Geschäftsführer Fritz Weber stolz, dass das Rehabilitationszentrum die hochwertigen Auszeichnungen innehat.

Hinter dem Zertifikat „QMS-REHA“ werden die Bedürfnisse von Patienten und Mitarbeitern in den Mittelpunkt gestellt. Alle Arbeitsschritte, Abläufe und Aufgaben finden sich darin wieder. „Es wird dabei darauf geachtet, dass Abläufe unabhängig von Personen 365 Tage im Jahr gleichbleibende Qualität garantieren. Neben dieser Qualitäts-sicherung steht aber stets auch sofort die Qualitätsverbesserung und somit unsere Weiterentwicklung im Mittelpunkt“, erörtert Weber. Das passiert dadurch, dass ständig sowohl hausinterne als auch hausexterne Qualitätschecks erfolgen, die weitere Potenziale aufzeigen.

Lob für gesamtes Team

Was den Geschäftsführer besonders freut, ist die Bereitschaft der über 230 Mitarbeiter, diese neuen Dinge im laufenden Arbeitsprozess stets mitzudenken: „Wir haben das nur geschafft, weil das ganze Haus von diesem Gedanken schwanger geworden ist“, sagt Weber über sein tolles Team.

Da das Haus Mitarbeiter aus 25 verschiedenen Berufsgruppen beschäftigt, war die große Herausforderung, von „Insellösungen zu sehr komplexen Gesamtlösungen“ zu kommen. Ein Beispiel dafür wäre die Vorbereitung der Zeit vor einem Reha-Antritt, die Aufnahme, die Speisenversorgung bis hin zum Bewerbungs- und Einstellungsverfahren von neuen Mitarbeitern.

Ergänzend zur QMS-REHA Zertifizierung wurden Projekte für einen attraktiveren und gesundheitsfördernden Arbeitsplatz im 250 Betten großen HKZ geschaffen. Im Bereich Bewegung, Ernährung und Mentales werden zahlreiche Aktivitäten geboten. Im Zuge der Bemühungen um die Auszeichnung „EFQM Committted to Excellence“ wurden drei zusätzliche Projekte ausgearbeitet. Beim ersten Projekt handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit der FH Krems, die die Rückengesundheit untersucht und individuelle Trainingsmaßnahmen abgebildet werden.

Das zweite Projekt umfasst die Mitarbeitereinstellung beziehungsweise die Wiedereingliederung nach langen Pausen, etwa durch die Karenz: Es wurden genaue Abläufe und Schulungsmaßnahmen definiert, um die Mitarbeiter auf Status quo zu bringen. Beim dritten Projekt wurden Qualitätskontrollen, die laufend die Bereiche im Haus kontrollieren und Verbesserungsmaßnahmen vorschlagen.

„Unsere Mitarbeiter können so ziemlich alle Möglichkeiten unseres Hauses kostenlos nutzen. Das gab es aber immer schon“, hebt Geschäftsführer Weber hervor.