"Wohnzimma": Lokal ist ab sofort geöffnet

Oder korrekt: „Wohnzimma“. Denn die Gäste sollen sich im frisch herausgeputzten Lokal in Groß Gerungs wie zu Hause fühlen, sagen die Pächter.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:57
Lesezeit: 2 Min
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Das Soft-Opening ist den Pächtern dank großer Familienunterstützung gelungen (v.l.): Peter Schwarzinger und Sarah Bayerl-Schwarzinger mit den Töchtern Jana und Zoe, Christoph Bayerl, Gabi und Georg Zwettler sowie Alexandra Huber.
Foto: Karin Widhalm

Das Freibad-Stüberl ist als „Wohnzimma“ seit vorigem Dienstag wieder eröffnet – und hat einen gehörigen Wandel vollzogen. Sarah Bayerl-Schwarzinger und Peter Schwarzinger wollten dem neuen Namen des Cafés, das zugleich Lounge und Bar ist, gerecht werden.

Die Inneneinrichtung sieht komplett anders aus: Holzboden statt Fliesen, eine Bar im Vintage-Look und Möbel vom Barhocker über Fauteuil bis zur Couch. Der Retro-Stil fällt sofort ins Auge und soll zum Wohlfühlen beitragen. „Wir wollten etwas anderes machen“, erklärt Lokalbetreiberin Sarah Bayerl-Schwarzinger, die dafür die Zusammenarbeit mit Künstler Sascha Rier gesucht hat. „Er hilft einfach, Atmosphäre zu schaffen.“

Ihr war wichtig, dass die Einrichtung flexibel ist, sodass zum Beispiel schnell Tische zusammengestellt werden können. Viel ist übrigens eigenhändig verlegt oder gebaut worden: „Die Bar haben wir selbst geplant und selbst gemacht, mit sehr viel Familienunterstützung“, erklärt Peter Schwarzinger. Die Materialien habe man, wenn möglich, regional eingekauft. Lieferschwierigkeiten und zeitliche Verzögerungen haben dazu geführt, dass doch nicht im Dezember gestartet werden konnte. „Aber wir haben trotzdem Glück gehabt“, findet Bayerl-Schwarzinger.

Die 44-Jährige werde jetzt oft gefragt, warum sie sich eine Lokalöffnung während der Pandemie antue. „Die Situation ist eben so, und vielleicht müssen wir wirklich wieder zusperren“, erklärt sie dann. „Aber wir wollen das jetzt machen, weil die Leute wieder ausgehen wollen. Und es bedankt sich wirklich jeder, dass wir offen haben.“ Ihr Mann Peter Schwarzinger (45) unterstützt sie neben seinem Vollzeitjob dabei, auch die Töchter packen mit an.

„Es ist ein Projekt, das wächst“

Ihr Ziel: „Wir wollen kleiner beginnen. Es ist ein Projekt, das wächst.“ Frühstück wird angeboten, wenn die coronabedingte Lage stabiler ist. Bayerl-Schwarzinger will sicher sein, dass die eingekauften frischen Zutaten auch nicht verderben, falls die Gastronomie wieder zusperren muss.

Was noch geplant ist: „Wir bekommen im Frühling eine große Terrasse mit einer wasserdichten Markise und Wärmestrahler.“ Ein barrierefreier WC-Container wird aufgestellt, die Sanitärräume im Untergeschoß werden dann als Lager dienen.

Bayerl-Schwarzinger ist wie ihr Mann aus Groß Gerungs, hat die HLF in Krems absolviert, war auf Saison unterwegs und hat zuletzt in einer Ordination gearbeitet. „Mein Traum war immer, etwas eigenes zu machen.“ Sie habe sich schon im Vorfeld gedacht, dass man aus dem Lokal etwas machen könne. Die Verköstigung der Badegäste hat sie mit ihrer Familie schon im Sommer übernommen. Die Pächter wollen dazu beitragen, „dass in Groß Gerungs wieder etwas los ist.“ Eine größere Eröffnung ist in den nächsten Monaten geplant, geöffnet hat das Lokal derzeit täglich (außer Montag und Dienstag).