Schwarzenau

Erstellt am 05. Juni 2018, 17:30

FF feiert 120 Jahre: „Ihr könnt stolz auf euch sein“. Dorf-Feuerwehr hat 61 Mitglieder. Beim Festakt wurde unter anderem neue Tragkraftspritze gesegnet.

Das 120-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Großhaselbach, die Segnung einer neuen Tragkraftspritze und die Fertigstellung des Umbaus des neuen Feuerwehrhauses wurde am vergangenen Wochenende im Feststadl Döller gefeiert.

Feuerwehr-Kommandant Walter Weber freute sich, beim Festakt am Sonntag viele Festgäste begrüßen zu dürfen und hielt einen kurzen Rückblick auf 120 Jahre Feuerwehr Großhaselbach. Dabei betonte Weber auch, dass nicht nur die Feuerwehr Geburtstag feiere, sondern auch Bürgermeister Karl Elsigan just an diesem Tag seinen 57. Geburtstag feiere.

Die Wehr wurde im Oktober 1898 gegründet. Bereits 1899 wurde das erste FF-Haus gebaut und ein Gründungsfest veranstaltet. 1948 schaffte die Wehr ihr erstes Einsatzfahrzeug an. 1967 wurde die erste Sirenenanlage installiert, die 1992 mordernisiert wurde. Von 1988 bis 1990 wurde auch das neue Feuerwehrhaus gebaut, in das die Florianis 3.500 unentgeltliche Arbeitsstunden investierten.

Über fünf Jahre lang das alte FF-Haus umgebaut

2011 fasste die Feuerwehr den Entschluss, das Feuerwehrhaus umzubauen. Im Februar 2013 war man mit allen Einreichungen und Genehmigungen soweit, dass man mit dem Umbau beginnen konnte. „Nach über fünf Jahren und 2.200 freiwilligen Arbeitsstunden können wir uns über ein neu umgebautes Haus freuen“, betonte der Kommandant.

Das alte Haus hatte einen Kaltwasseranschluss, der im Winter abgedreht werden musste, weder Toilette noch Dusche und auch keine Heizung. Weiters konnte mit dem Umbau nun ein größerer Sitzungsraum geschaffen werden, zuvor gab es nur einen Raum mit Platz für weniger als zehn Personen.

Die Segnung der neuen Tragkraftspritze (TS) nahm, wie die Festmesse, Feuerwehrkurat Friedrich Mikesch vor. Die Reparaturkosten für die 41-Jahre alte TS waren zu teuer. Die Kosten betragen über 16.000 Euro, wovon über 8.000 Euro die FF bezahlt, 3.000 Euro das Land und über 5.000 Euro die Gemeinde. Für die TS konnte Berta Elsigan als Patin gewonnen werden.

„Feuerwehr bewies Umsicht und Weitblick“

„Als sich vor 120 Jahren die Feuerwehr Großhaselbach gründete, konnte damals niemand wissen, wie prächtig sich die Feuerwehr entwickeln würde. Ihr könnt stolz auf euch sein“, hob Abschnittskommandant-Stellvertreter Michael Hartner den beachtlichen Mannschaftsstand und die gute Kameradschaft der 49 Aktiven und zwölf Reservisten hervor.

Bezirkskommandant-Stellvertreter Karl Kainrath erntete viel Applaus, indem er zum Geschaffenen gratulierte und auf seine „Vor- und Nachredner“ verwies, die „alles gesagt haben oder noch sagen werden“.

Bürgermeister Elsigan dankte für die Umsicht und den Weitblick der Wehr: „Sie sind nicht hergegangen und haben gesagt, sie wollen das Beste und das Größte.“ Es sei Pflicht der Gemeinde, das Sicherheitswesen zu unterstützen. Der Umbau kostete Gemeinde und Land 46.000 Euro, 10.000 Euro trägt die Feuerwehr bei.

Und diese Investition bringe die Gemeinde gerne auf, denn es sei in einer Zeit, die vom Egoismus geprägt ist, umso wichtiger, den Gedanken der Feuerwehr, der von Nächstenliebe geprägt sei, hochzuhalten.

„Die Freiwilligkeit ist leider Opfer ihres eigenen Erfolges“, betonte Andreas Tüchler von der Bezirkshauptmannschaft. „Solange die FF ausrückt, wenn es brennt, solange das Rote Kreuz ausfährt, wenn es um ein Menschenleben geht und solange der Musikverein beim Frühschoppen jedes Mal spielt, solange laufen wir Gefahr, diese Dinge als selbstverständliche zu erachten“, betonte Tüchler weiter.

Zur Wertschätzung dieser Freiwilligkeit solle man Spenden und die Veranstaltungen besuchen.
Weiters wurde beim Festakt Wirt Franz Döller für seine 40-jährige Treue zur Feuerwehr ausgezeichnet.