Zwettlerin sammelte weitere Medikamente für Peru. Zwettlerin Karina Beneder sammelte erneut Medikamente für Peru. 264 Kilogramm stehen dort den Ärmsten zur Verfügung.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. November 2020 (04:09)

Seit neun Monaten ist die Situation mit dem Corona-Virus nicht nur in Österreich besonders herausfordernd, sondern auch in vielen Ländern der Welt. So ist es auch in Peru. Eine Aktion rund um Schwester Karina Beneder von den Zwettler Franziskanerinnen soll Hilfe bieten.

Bereits im August konnten 144 Kilogramm Medikamente gemeinsam mit Apotheken aus dem Waldviertel, weiteren Teilen Nieder- und Oberösterreichs gesammelt werden.

Aktuell sind erneut 264 Kilogramm an Medikamenten zusammengetragen worden, freut sich Beneder, die in Kontakt mit Missionar Pater Juan Goicochea vor Ort steht: „Seit März 2020 gibt es online Unterricht und das soll noch bis Juli 2021 so sein. In diesen letzten Monaten haben schon mehr als 250.000 schulpflichtige Kinder die Schule beendet, da sie anstatt ihrer erkrankten oder verstorbenen Familienmitglieder arbeiten müssen.“

Sehr hart trifft es die Mädchen, die ihre kleinen Geschwister versorgen, sich um die erkrankten Familienmitglieder kümmern und deshalb keine Zeit haben, zu lernen.

Als ob das noch nicht schon genug wäre, gibt es derzeit im Land große Spannungen in der Politik. „Innerhalb von einer Woche gab es einen Wechsel von drei Präsidenten, weil einige Kongressmitglieder ihre eigenen Interessen als oberste Priorität sehen und nicht die des Volkes“, erklärt Beneder. Peru ist ein Land, wo viel Korruption herrscht und die Mehrheit der Bevölkerung unter diesen Bedingungen großes Leid erfahren muss.

Auch im Norden, in La Union, wo die Partnerschule der Zwettler Franziskanerinnen ist, leiden die Menschen unter schlimmen Verhältnissen. „Deswegen ist es wertvoll und wichtig, dass Familien oder Einzelpersonen Schulpatenschaften übernommen haben, um die Zukunftschancen der Kinder mit einer Ausbildung zu ermöglichen. Hoffentlich finden sich noch Familien, die gerne eine Patenschaft übernehmen. Diese kostet 40 Euro pro Monat“, sagt Beneder.