Zwettlerin sammelte 144 Kilo Medikamente für Peru. Schon lange verbindet Schwester Karina Beneder von den Zwettler Franziskanerinnen eine enge Freundschaft mit dem peruanischen Pater Juan Goicochea. Jetzt organisierte Beneder mit Apothekern und Ärzten aus dem Waldviertel eine besondere Hilfsaktion für die peruanische Hauptstadt Lima: 144 Kilogramm Medikamente wurden gesammelt und stehen den Ärmsten der Armen dort zur Verfügung.

Von Markus Füxl. Erstellt am 11. August 2020 (20:40)
Pater Juan Goicochea mit den gesammelten Medikamenten: 144 Kilogramm stellte die Zwettler Franziskanerin Karina Beneder mit Apothekern und Hausärzten auf die Beine, um die Armen in Peru während der Coronakrise zu helfen.
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Schwester Karina Beneder sammelte die Medikamente für Peru.
Archiv/Joachim Brand

In Peru wütet noch immer das Coronavirus, berichtet Pater Juan: „Die Menschen sterben wie die Fliegen – die Situation ist sehr dramatisch! Die Preise für die Medikamente sind jenseits der Wolken.“

Deshalb hat Schwester Karina Beneder mit einem kleinen Team Apothekern und Hausärzte gebeten, Medikamente für Lima zu spenden. Dieser Bitte kamen sehr viele Waldviertler und auch Menschen aus weiterer Entfernung nach. Nach intensiven Verhandlungen von fast zwei Monaten mit der peruanischen Botschaft in Wien und mit einer Cargo-Firma am Flughafen in Wien konnten diese wichtigen Medikamente ausgeflogen werden.

„Es war ein Nervenkitzel, ob alles klappen würde. Es gibt Grund zur Freude, denn alle Pakete sind gut angekommen und nach Überprüfung durch das peruanische Gesundheitsministerium wurde grünes Licht für die Verteilung gegeben“, berichtet Beneder. Sie bedankt sich besonders bei der Hausärztin aus Langschlag Sarmata Szameit und Max Strobel für die Unterstützung des Teams und für die vielen Medikamentenspenden.

Antibiotika und Sauerstoffflaschen dringend benötigt

Sauerstoffflaschen werden ebenso dringend benötigt, wie Antibiotika.
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Insgesamt wurden viele unterschiedliche Medikamente geliefert, vor allem Antibiotika. Mit Geldspenden werden aktuell dringend benötigte Sauerstoffflaschen gekauft.
Der Transport wurde fast zur Gänze von Caritas Auslandshilfe St. Pölten übernommen.

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Zuletzt organisierte Beneder für die Partnerschule in La Unión im Norden von Peru Patenschaften. Mit 40 Euro pro Monat konnte das monatliche Schulgeld sowie ein Essenspaket mit Grundnahrungsmitteln zur Verfügung gestellt werden, die NÖN berichtete.

Zu den 144 Kilogramm Medikamente aus dem Waldviertel sagt Beneder: „Muchas gracias an alle, die mitgeholfen haben, dass die Menschen im Armenviertel in Lima, nicht nur Essenspakete, sondern auch Medikamente erhalten, um eine Überlebenschance zu haben.“