Auch im Bezirk Zwettl wird wieder zuhause gelernt. Lernen an den Pflichtschulen läuft ohne Probleme. Eltern sind zudem froh über das Betreuungsangebot in den Schulen.

Von Angelika Koll. Erstellt am 25. November 2020 (04:55)
Bei der Betreuung in der Mittelschule Stift Zwettl: Cornelia Lehenbauer, Marvin Meixner (hinten), Ernst Weiß, Anna Neuhauser, Nico Doppler (Mitte), Georg Wallner und Nadine Czech.
privat

Die Pflichtschulen sind seit gut einer Woche wieder im Homelearning-Betrieb. Die NÖN hat nachgefragt, wie die ersten Tage abliefen.

„Es läuft alles gut ab, worüber ich sehr froh bin“, meint Bernhard Bachofner, Direktor der Volks- und Mittelschule Schweiggers. Insgesamt seien zwischen 20 und 25 Prozent der Schüler zur Betreuung in den Schulen. In der Volksschule arbeiten die Kinder nun Aufgabenpakete in Papierform ab und über SchoolFox ist man in Kontakt mit den Eltern.

Zwettl: viele positive Rückmeldungen von Eltern

In der Mittelschule werden auch Videokonferenzen abgehalten. „Die Vorbereitungen dafür laufen in Wahrheit seit dem ersten Lockdown“, erwähnt Bachofner. So haben sich etwa seither die Lehrer weitergebildet. In dieser Woche werde man von der Bildungsdirektion auch noch Leihgeräte für Schüler erhalten, die zuhause über keine ausreichende technische Ausstattung verfügen.

An der Mittelschule Stift Zwettl wurden ebenfalls Leihgeräte verteilt, wie Direktor Eric Schilcher berichtet. Ansonsten funktioniere das Homeschooling wieder tadellos. „Wir haben vom ersten Lockdown schon Erfahrungen gesammelt“, sagt Schilcher, und: „Natürlich ist es ein Mehraufwand für die Lehrer.“

Von den Eltern habe er jedoch viele positive Rückmeldungen erhalten. Wie viele Schüler das Betreuungsangebot an der Schule annehmen variiert von Tag zu Tag, jedoch seien etwa zehn Prozent in Betreuung.

In der Mittelschule Groß Gerungs sind auch nur wenige Schüler in Betreuung, wie Direktorin Andrea Neuwirth berichtet. In der ersten Woche seien maximal sieben Kinder in der Schule gewesen. „Die Betreuung wird wirklich nur von den Eltern in Anspruch genommen, die zuhause keine Möglichkeit der Betreuung haben“, resümiert Neuwirth.

Kinder und Eltern froh über Betreuungsangebot

Der Unterricht funktioniere sehr gut. Die Schüler sind immer wieder über Videokonferenzen mit den Lehrern in Kontakt. Für die Schüler in Betreuung gibt es dafür auch die Möglichkeit, dass sie diesen in einem eigenen ruhigen Raum folgen können. Zudem verfügen die Schüler über einen Wochenplan mit den anstehenden Aufgaben.

In der Privaten Volksschule Zwettl wird die Betreuung gut angenommen. Etwa ein Drittel der Kinder war während der ersten Woche in der Schule, wie Direktorin Helga Monika Goldnagl berichtet und in den kommenden Wochen werde es ähnlich sein.

„Die Kinder, die in die Schule kommen sind auch froh, dass sie da sein dürfen. Durch die Coronamaßnahmen merken die Kinder, wie schön es doch in der Schule ist“, meint Goldnagl. Man merke, dass der direkte Kontakt mit den Lehrern und die Klassengemeinschaft wichtig fürs Lernen sind. Goldnagl erwähnt zudem, dass auch die Eltern froh sind, ihre Kinder bei Bedarf jederzeit trotzdem in die Schule schicken zu können.