50 Jahre Göpfritz müssen warten

Erstellt am 04. Dezember 2021 | 07:41
Lesezeit: 3 Min
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Die Plakate und eine Jubiläumszeitung sind gedruckt, jetzt heißt es aber noch warten: Die Großgemeinde Göpfritz wird heuer 50 Jahre alt, gefeiert wird aber erst nächstes Jahr, wie Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun betont.
Foto: Markus Füxl
Jubiläumsfeier findet erst 2022 statt. Die NÖN begab sich trotzdem auf Spurensuche.

Es hätte ein großes Fest werden sollen: Göpfritz an der Wild feiert heuer 50 Jahre Großgemeinde. Die Veranstaltung musste coronabedingt abgesagt werden.

„Es ist natürlich sehr schmerzhaft, ich bin enttäuscht. Die Leute hungern nach einem sozialen Leben“, erklärt ÖVP-Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun bei einem NÖN-Besuch. 300 Linden waren für die Besucher und Katastralgemeinden vorbereitet. Sie sind aktuell beim Gemeindegärtner untergebracht. „Wir wollen die Feier nächstes Jahr nachholen, eventuell mit der Jungbürgerfeier gemeinsam“, erklärt die Bürgermeisterin. Dann stünden 160 Jahre Göpfritz auf dem Plan: Neben der Großgemeinde feierte 2020 Riedl-Weixlbraun selbst ihren 50. Geburtstag, Vizebürgermeister Werner Scheidl wurde heuer 60.

Mit der Feier muss auch die Verteilung der Jubiläumszeitung warten. Dort wurden liebevoll Geschichten aus den Dörfern zusammengetragen. Auch der Weg zur Großgemeinde wurde nachgezeichnet: Am 1. Jänner 1971 wurden die damaligen Gemeinden Göpfritz an der Wild und Kirchberg an der Wild sowie fünf weitere Gemeinden zusammengelegt. „Nur so ist es in der heutigen Zeit möglich, als Gemeinde die ständig wachsenden Aufgaben und Veränderungen zu meistern und ordnungsgemäß zu erfüllen“, erklärt Riedl-Weixl braun.

Die wichtigsten Projekte

Seitdem ist viel passiert: Kanalisations- und Wasserversorgungsanlagen wurden ebenso umgesetzt wie Sanierungen der Straßen- und Güterwege. Für die Jüngsten wurde ein Kindergarten in Kirchberg und später ein größerer Kindergarten in Göpfritz errichtet. Siedlungserweiterungen, der Bau eines Nahversorgers sowie die Verlegung des Glasfasernetzes zu jedem Haus zählt die Bürgermeisterin zu den wichtigsten Erfolgen.

Wie es weitergeht? „Der demografische Wandel und die fortschreitende Digitalisierung werden über kurz oder lang den Ruf nach Veränderungsprozessen in der Verwaltungsstruktur lauter werden lassen“, erklärt sie.

Auch einem „Sohn“ Göpfritz‘ widmet die Jubiläumszeitung Platz: Hans Schmid, der von einer Familie in Schönfeld aufgenommen wurde, erzählt in einem Interview von Jugendjahren mit dem späteren Fußballprofi Horst Nemec. Nach seiner Karriere wurde Nemec Cafetier in einem Lokal in der Wiener Gumpendorfer Straße, erinnert sich Schmid: „Er war ein guter Wirt, steckte mir manchmal ein Packerl Manner-Schnitten zu mit den Worten: ‚Für die kurzen, schönen Jahre im Waldviertel.‘“