Kommt Kickl, geht Kainz. Das politische Erdbeben rund um die "Ibiza-Affäre" könnte auch Auswirkungen auf den Verbleib von Alois Kainz im Nationalrat haben.

Von Markus Füxl. Erstellt am 22. Mai 2019 (15:20)
Archiv
FPÖ-Bezirksparteiobmann Alois Kainz

Noch weitgehend unbestätigt ist, ob die zurückgetretenen freiheitlichen Minister im Nationalrat Platz nehmen werden. Dem Vernehmen nach soll Herbert Kickl sein Mandat annehmen, er befand sich bei der damaligen Wahl auf Platz 3 der Bundesliste. Sollte das der Fall sein, heißt es für den Allentsteiger Alois Kainz Abschied nehmen.

Der 54-Jährige übernahm mit 20. Dezember 2017 das Mandat von Herbert Kickl, nachdem dieser zum Bundesminister für Inneres ernannt wurde. Ob Kickl tatsächlich in den Nationalrat zurückkehren wird, könne Alois Kainz aktuell weder bestätigen, noch dementieren. Aber: "Fix ist: Sollte Kickl zurückkommen, habe ich auf mein Mandat zu verzichten. Das weiß ich seit meinem Antritt vor eineinhalb Jahren."

Ob er enttäuscht sei, seinen Sessel im Fall des Falles räumen zu müssen? "Das ist einfach so. Man muss das im gemeinsamen Miteinander sehen, nicht immer nur unter dem Motto: 'Ich, ich, ich' agieren."

Dem Vernehmen nach wollen auch der ehemalige Infrastrukturminister Norbert Hofer und der ehemalige FPÖ-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs sein Nationalratsmandat annehmen. Für sie dürften laut "Kurier" die Abgeordneten Ricarda Berger und Christian Ries auf ihr Mandat verzichten. Nicht davon auszugehen ist, dass der einstige Spitzenkandidat, Ex-Parteichef und -Vizekanzler Heinz-Christian Strache, in den Nationalrat geht. In der FPÖ schloss man das zuletzt von mehreren Seiten aus.