Jeunesse: Furioses Finale in Zwettl. Das „Accio Piano Trio“ beeindruckte im Stadtsaal mit Virtuosität und Spielfreude. Im „Vorprogramm“ stellten Wanek-Geschwister ihr großes Talent unter Beweis.

Von Anna Maria Yvon. Erstellt am 19. April 2019 (03:20)
Jeunesse
Waren beim Jeunesse-Konzert in Zwettl dabei: Hildegard Siehs, Pianistin Christina Scheicher, Geiger Clemens Böck, Andreas Teufl, Cellistin Anne Sophie Keckeisganz, Anna Maria Yvon und Vizebürgermeister Johannes Prinz.

Großartiger hätte die Jeunesse-Saison 2018/19 nicht zu Ende gehen können als bei der letzten Veranstaltung im Zwettler Stadtsaal.

Im Start up! Vorkonzert gaben der 15-jährige Ingo Wanek (Violoncello) und die 13-jährige Pia Wanek (Kontrabass) ein eindrucksvolles Zeugnis ihres Könnens. Beide werden in der Musikschule Zwettl bei Gottfried Plank ausgebildet und sind mehrfache Prima la musica-Preisträger. Wanek studiert mittlerweile an der Kunstuniversität in Graz.

Von Gottfried Reinel auf dem Klavier begleitet erklangen ein spätromantisches Cellostück und ein Kontrabass-Konzert eines Mozart-Zeitgenossen, zwei Menuette aus einer Cello-Suite von Bach sowie eine Sonate von B.H. Romberg. „Lieblingsstücke“ präsentierte das „Accio Piano Trio“ mit Clemens Böck (Violine), Anne Sophie Keckeis (Violoncello) und Christina Scheicher (Klavier). Am Mozarteum in Salzburg ausgebildet und mittlerweile international bekannt nehmen sich die jungen Künstler auch selten gespielter Trios und Jugendwerken bedeutender Komponisten an. Diesmal erklangen das Klaviertrio von Joseph Haydn, ein Trio über irische Volksweisen von Frank Martin und das Trio c-Moll op.8 von Dimitri Schostakowitsch.

Die Zeit nach der Pause gehörte Franz Schubert. Sein nahezu orchestral wirkendes Klaviertrio B-Dur D898 ist von einer emotionalen Grundhaltung in allen vier Sätzen geprägt. Die drei Musiker überzeugten dabei mit unglaublicher Virtuosität, fein abgestimmter Tongebung, harmonischem Aufeinander-Eingehen sowie unbändiger Spielfreude.