Kinderbücher: Lesestoff im Doppelpack

Erstellt am 30. März 2021 | 11:45
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Kinderbuchautorin Ines Gölß mit ihren neuesten Werken.
Foto: privat, privat
Autorin Ines Gölß präsentiert gleich zwei neue Kinderbücher auf einmal.

Wer wieder Lesestoff für die Kinder braucht, kann sich momentan besonders freuen. Die in Kottes lebende Kinderbuchautorin Ines Gölß veröffentlicht gleich zwei ihrer Werke auf einmal. „Hauke Rabauke und der Backwettbewerb“ und „Torpedotom und das geklaute Tagebuch“ heißen die beiden neuen Bücher.

Das diese gleich im Doppelpack veröffentlicht werden ist sicher ungewöhnlich, läge aber laut Gölß an Verzögerung von Verlagsseite her. „Das zweite Buch war auch schon fertig und ich wollte es garantiert nicht einfach liegen lassen und warten“, erzählt sie. Die Fans freut es, denn so gibt es den Lesestoff gleich im Doppelpack.

Thematisch sind wie gewohnt turbulente Abenteuergeschichten im Mittelpunkt. Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen sind im Fokus der Geschichten. Die Ideen für ihre Bücher nimmt Gölß aus dem Leben. „Meine eigenen Kinder und die Schule sind gute Inspirationsquellen. Manchmal fallen mir Geschichten auch einfach bei einem Waldspaziergang ein“, erklärt die Autorin. Ihre fünf Kinder sollten dafür auch mehr als genug Stoff bieten. Ein wichtiges Anliegen ist ihr zudem das Thema Mobbing. Immer wieder kommt es in ihren Büchern zum Vorschein. „Ich will mit meinen Büchern auch ein Stück weit aufklären und zeigen, wie man mit Freundschaft dem Mobbing wieder entkommt.“

Auch ernste Themen haben Platz im Buch

In „Torpedotom“ wagt sich Gölß zudem an das Thema Transgender. „Grundsätzlich ist das Buch natürlich schon eine Abenteuer- und Heldengeschichte, in der jetzt halt nur auch ein Transgender-Kind seinen Platz findet.“ Offen sein und nicht verurteilen lautet die Botschaft, die sie vermitteln will, und das schon vom Kindheitsalter an. „Es ist mir wichtig, dass solche Themen nicht totgeschwiegen werden“, meint sie.

Auch wenn es mit der Doppelveröffentlichung so wirkt, am Arbeitsrhythmus hat sich auch mit Corona nichts geändert. Gölß war auch davor immer fleißig am Schreiben und Zeichnen. Die Illustrationen stammen ebenfalls alle aus ihrer Feder. Für „Torpedotom“ holte sie sich zum ersten Mal Hilfe dafür. Ihr 12-jähriger Sohn steuerte tatkräftig Zeichnungen zum Buch bei. „Er ist auch immer mein erster Ansprechpartner, wenn ich Feedback brauche“, schildert Gölß. „Ich frage ihn immer, ob meine Geschichten eh glaubwürdig sind, oder wie er etwas sagen würde.“

Nach der Doppelveröffentlichung würde man meinen, dass jetzt erstmal eine Pause ansteht, doch nichts da. Das nächste Buch ist bereits in Arbeit. „Ich bin schon so ein kleiner Workaholic“, offenbart die Autorin. Für ihre nächste Veröffentlichung schielt sie in Richtung Herbst, damit die Freude auf eine Fortsetzung der spannenden Abenteuer bestehen bleibt.