Pfarrhof in Sallingstadt wurde zum Atelier

Erstellt am 27. August 2022 | 04:57
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Die Kunstschaffenden Gabriele Lockstaedt, Ismael Picker-Schiebel, Elisabeth Springer, Vasile Sarca, Teodor Buzu, Lenuta Buzu und Bürgermeister Josef Schaden blicken auf ein höchst ertragreiches Kunst-Symposium zurück.
Foto: Sebastian Dangl
Internationale Künstler versammelten sich bei Symposium „Via Lucis“ in Sallingstadt.

Gemeinsam, dank der Kunst: Zum mittlerweile zehnten Mal fand das internationale Kunstsymposium „Via Lucis“ statt. Seit 2017 ist die von der Litschauerin Elisabeth Springer mit dem Verein „Together“ ins Leben gerufene Veranstaltung in Sallingstadt beheimatet. Dabei wird das Pfarrheim kurzerhand für eine Woche zu Atelier und Galerie in einem umfunktioniert.

Der Grundgedanke: zahlreiche Künstler aus verschiedenen Ländern zusammenbringen, einander besser kennenlernen und durch gegenseitige Inspiration Werke für die Ewigkeit schaffen. So treffen nicht nur unterschiedliche Kulturen und Altersklassen, sondern natürlich auch Kunstformen aufeinander. Eine Woche lang wurde nebeneinander fleißig gearbeitet, und die Ergebnisse bei einer großen Vernissage ausgestellt.

Die deutsche Künstlerin Gabriele Lockstaedt präsentierte ihre Bilder, die nur mit Pigmentfarben und Klebestreifen entstehen. Sie überlässt dabei viel dem Zufall und fängt Aufnahmen aus der Natur ein. „Auf diese Weise komme ich der Natur am nächsten, die ja auch in sich sehr chaotisch ist“, erklärt sie.

Direkt daneben stellte Ismail Picker-Schiebel (Österreich) seine aus Draht gefertigten Skulpturen aus. Diese bilden nur vage Umrisse von verschiedenen Figuren, vom Baum bis zum Menschen. Nur wenige Teile der Skulpturen hebt er mittels Wachs hervor. Man kann tatsächlich sogar mit Draht „zeichnen“.

Mit klassischen Wasserfarben und Öl hantiert dagegen Teodor Buzu aus der Republik Moldau. Lenuta Buzu beeindruckte dagegen mit Drucken und Grafiken. Die Inspirationsquellen für die Künstler lauern überall und ehe man sich versieht, ist eine neue Idee geboren. So fertigte sie kurzerhand ein Bild von einem Leiterwagerl, das vom Fenster des Pfarrheimes aus zu sehen war.

Weiters waren Vasile Sarca aus Rumänien und Vit Vavrinec Pavlik aus Tschechien beteiligt. Letzterer konnte zum Abschluss das Symposiums nicht mehr bleiben, da ihn seine Pflichten als Bürgermeister eines kleinen Ortes im Böhmerwald in die Heimat riefen. Nicht zu vergessen natürlich auch Elisabeth Springer, die sich ebenfalls künstlerisch beteiligte.

„Es war eine ganze Woche im Zeichen des künstlerischen Schaffens und des internationalen Austausches“, betont Springer. Staaten wie beispielsweise die Republik Moldau seien bei uns kaum bekannt. „Dabei gibt es überall hervorragende Künstler. Das ist auch ein Grund für das Symposium – um sie besser kennenzulernen“, erklärt sie weiters. Außerdem brauche es in diesen Zeiten gute Nachbarschaft, und was sei besser zur Verknüpfung als die Kunst?