Zwettl: NÖ Genetik feiert 20 Jahre Bestand. Neben der NÖ Genetik feiert auch Lukas Traxler aus Arbesbach Jungzüchter-Jubiläum. Kabarett ist ein Höhepunkt.

Von Martina Hofer. Erstellt am 14. Februar 2020 (10:50)
Karl Zottl blickt auf Veränderungen der letzten Jahre zurück.
privat

Der NÖ Genetik Rinderzuchtverband mit Standorten in Zwettl und Bergland feiert heuer 20-jähriges Jubiläum, der Waldviertler Jungzüchterclub 25-jähriges Bestehen.

Am 28. und 29. März findet der 11. Kuhfrühling in der Tierzuchthalle Zwettl statt, organisiert vom Waldviertler Jungzüchterclub. Zur Zeit hat ganz Niederösterreich circa 400 aktive junge Leute, die sich in einzelne Clubs unterteilen und sich für die Landwirtschaft, speziell für die Rinderzucht, interessieren. Unter dem Motto „Landwirtschaft hat Zukunft“ will der NÖ Jungzüchterclub den Jugendlichen den richtigen Umgang mit den Tieren „spielend“ lernen.

„Heute kommen nur die besten Stiere in den breiten Einsatz. Diese Qualität wird regional und international geschätzt.“Karl Zottl

„Beim Kuhfrühling gibt es zum einen ein Kabarettprogramm mit Herbert Steinböck und die Rinderschau „20 Jahre NÖ Genetik“, zum anderen haben Jungzüchter die Möglichkeit, das richtige Vorführen von Schaurindern beim Wettbewerb unter Beweis zu stellen“, sagt Organisator Lukas Traxler, der seit drei Jahren Obmann des Jungzüchterclubs ist. „Ziel ist es auch, dem nicht landwirtschaftlichen Publikum zu zeigen, wie es in der Rinderzucht abläuft.“

Lukas Traxler ist schon lange als Jungzüchter aktiv.
privat

Der 22-Jährige arbeitet derzeit als Zuchtberater bei NÖ Genetik. Er hat die Landwirtschaftliche Fachschule in Edelhof besucht und anschließend einen Aufbaulehrgang im Francisco Josephinum in Wieselburg absolviert. Bereits mit acht Jahren war Traxler bei einem Jungzüchter-Club mit dabei. Das Interesse für den Umgang und die Haltung von Tieren förderten seine Eltern, die einen Milchviehbetrieb führen.

Mit acht Jahren trat er dem Jungzüchterclub bei, kam mit 15 in den Vorstand und wurde mit 17 Obmann-Stellvertreter. Seit drei Jahren organisiert er mit dem Club Züchtersitzungen, Aufklärungs-Camps für Kinder und Exkursionen zu Firmen oder Fachvorträge rund ums Thema Rinderzucht. Die Freude der Kinder am Umgang mit Tieren ist für Traxler das Schönste: „Mein Vorgänger hat auch mir einmal gezeigt, wie man richtig mit Tieren umgeht. Begeisterung bei den Jungen zu wecken, sichert die Landwirtschaft ab.“

Traxler ist stolz auf alles, was er mit Spaß und Energie geschafft hat. In Zukunft plant Traxler, den elterlichen Betrieb zu übernehmen.

85.000 Herdebuchkühe mittlerweile registriert

Gemeinsam mit den Jungzüchtern feiert NÖ Genetik beim Kuhfrühling sein 20-jähriges Bestehen. 1933 gegründet, haben sich die Rinderzuchtverbände in Niederösterreich ab dem Jahr 2000 zu einer starken Genossenschaft zusammengeschlossen. Rund 85.000 Herdebuchkühe, unterschiedlicher Rassen, sind heute bei NÖ Genetik registriert. Gemeinsam mit den Züchtern werden die Tiere für die nächste Generation selektiert, um die Herden zu verbessern.

Seit 2010 gibt es neue Methoden, durch die das genetische Potenzial eines Tieres bestimmt werden kann. Das führt zu neuen züchterischen Möglichkeiten und einer höheren Sicherheit als bei der traditionellen Zucht. „In den letzten 20 Jahren hat sich viel verändert“, bestätigt Karl Zottl, Geschäftsführer von NÖ Genetik. „Die Zuchtpopulation ist gekennzeichnet durch ein enges Zusammenrücken. Heute kommen nur die besten Stiere in den breiten Einsatz, denn unser Ziel sind gesunde, problemlose Kühe. Diese Qualität wird regional und international geschätzt.“

Ein weiterer Schwerpunkt von NÖ Genetik liegt bei der Vermarktung. Jeder Züchter kann über NÖ Genetik am nationalen und internationalen Markt teilnehmen und profitieren. NÖ Genetik organisiert Märkte, pflegt Kontakte und versucht den besten Markterlös für die Züchter zu erzielen. Auf Versteigerungen finden sich beste Qualitäten für die Herdenremontierung und große Stückzahlen für Exporteinkäufe.