Erstellt am 11. Oktober 2018, 09:55

von NÖN Redaktion und BVZ Redaktion

Kampf dem Leerstand im Waldviertler Kernland. Gemeinden im Waldviertler Kernland wollen leer stehende Häuser wieder mit Leben füllen.

Dass der zunehmende Leerstand ein Thema ist, mit dem man sich beschäftigen muss, wissen Kernland-Obmann Robert Hafner, Josef Zottl, Roland Zimmer, Willibald Kolm, Christa Jager, Beate Teuschl, Franz Rosenkranz, Michaela Moser, Manfred Hackl, Christoph Zottl, Arnold Bauernfried, Bernhard Hofstetter, Christoph Haider, Martin Wimmer, Andreas Lackner, Birgit Höchtl, Gottfried Steinkogler, Christian Steindl, Doris Maurer, Harald Stanzl und Franz Hörham (stehend v.l.) sowie Wolfgang Vogl, Hermann Wagner, Christina Martin, Doris Walter, Johann Stieger, Friedrich Fürst, Benedikt Haider und Leopold Fertl (sitzend).  |  Kernland

Dem Leerstand geht’s an den Kragen! In den 14 Gemeinden der Kleinregion Waldviertler Kernland stehen derzeit über 300 Häuser leer. „Da müssen wir was tun, da können wir nicht mehr zuschauen“, so Robert Hafner, Obmann der Kleinregion Waldviertler Kernland.

Zusammenarbeit mit FH St. Pölten

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St. Pölten werden nun Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Leerstandsreduktion durch Inklusion von Zuzüglern“ gemeinsam mit der Bevölkerung und dem Waldviertler Kernland erarbeitet und ab Frühling 2019 in den Gemeinden umgesetzt.

Bereits im Sommer wurden die aktuellen Leerstandsdaten in den Gemeinden erhoben sowie die Bevölkerungsentwicklung analysiert. Die Entwicklung ist besorgniserregend. „Wenn wir nichts tun, ist das Waldviertler Kernland in ca. 100 Jahren entvölkert“, zeichnet Projektleiterin Doris Maurer ein düsteres Szenario. Dieser Umstand ist aber nur auf die negative Geburtenbilanz zurückzuführen, nicht auf Abwanderung. Um dem Trend entgegenzuwirken, muss der Zuzug forciert werden.

Dazu fand am 27. September der erste Workshop mit Vertretern der Gemeinden und den Gemeinde-Scouts (freiwillige Personen aus der Region) statt. Nach einer Zusammenfassung der aktuellen Entwicklung präsentierten Michaela Moser und Florian Zahorka von der FH St. Pölten die geplanten Vorgehensweisen.

Interviews als erster Schritt

In einem ersten Schritt werden in allen 14 Gemeinden von den Gemeinde-Scouts Interviews mit unterschiedlichsten Personen geführt. Dabei werden positive Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke zum Gemeindeleben erhoben. Diese werden anonymisiert von der FH St. Pölten ausgewertet. Aus diesen werden dann Maßnahmen abgeleitet. Mehr dazu auf www.waldviertler-kernland.at