Im Krisenfall einsatzbereit

Erstellt am 29. Juli 2014 | 09:59
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Foto: NOEN
Bataillonskommandant Bernd Kranister organisierte am TÜPl Allentsteig ein anspruchsvolles, dicht gedrängtes Ausbildungsprogramm.

WALDVIERTEL / Vergangene Woche festigte das Jägerbataillon Niederösterreich seine Einsatzbereitschaft während einer einwöchigen Milizübung.

Bataillonskommandant Bernd Kranister organisierte auf dem TÜPl Allentsteig mit seinem Stab ein anspruchsvolles, dicht gedrängtes Ausbildungsprogramm. Neben einem abwechslungsreichen Schießprogramm auf dem TÜPl-Gelände trainierten über 500 Soldaten den Kampf im urbanen Umfeld sowie das Durchkämmen von Geländeteilen.

Bataillonskommandant Kranister, ist hauptberuflich bei der EVN als Kontrollsystemmanager tätig. Ebenso ist die Masse der übenden Soldaten in zivilen Berufen verankert. Für einen Zeitraum von sechs bis zehn Tagen wechselten diese Zivilisten als beorderte Milizsoldaten aus ihrem beruflichen Umfeld in militärische Strukturen und Aufgabenbereiche.

Der Student Andreas Ettmayer aus Zwettl hatte sich schon während seiner Zeit als Einjährig Freiwilliger für eine weitere Verpflichtung bei der Miliz entschieden. „Für mich sind solche Übungen ein Tapetenwechsel und bieten mir außerdem die Möglichkeit, als Freiwilliger in der Milizorganisation für meine Heimat in Katastrophen und Krisenfällen zur Verfügung zu stehen“, meinte der Zwettler Student. Der Kommandant für Öffentlichkeitsarbeit, Thomas Kratochvil, ist in seinem Zivilberuf Geschäftsführer der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG). Und auch er verwies auf die hohe Motivation der Milizangehörigen. „Bei uns in Niederösterreich erleben wir eine besonders hohe Identifikation mit dem heimatlichen Bundesland.“

„Trotz enormer Kürzungen beim Bundesheer können wir unseren Auftrag als NÖ-Milizbataillon noch erfüllen“, bestätigte Kommandant Kranister im Gespräch mit Nationalratsabgeordneten Martina Diesner-Wais.„Wir als hoch spezialisierte Miliz wollen auch eingesetzt werden. Leider scheut sich die Politik aber , uns im Einsatzfall einzuberufen“, meint Kranister abschließend: „Das Übungsziel konnte aufgrund der hohen Motivation der Beteiligten erreicht werden.“