Waldland setzt auf Arzneipflanzen. Firma setzt aktuell drei Millionen Blumen, die für Arzneien verwendet werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. April 2020 (17:41)
„Das Aussetzen der Pflanzen und der Anbau müssen auch in Krisenzeiten funktionieren“, sagt Waldland-Geschäftsführer Gerhard Zinner zum laufenden Betrieb.
Waldland

Die Firma Waldland passt sich an das Coronavirus an. So wurde im gesamten Unternehmen mit rund 200 Beschäftigten auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt.

„Das Aussetzen der Pflanzen und der Anbau müssen auch in Krisenzeiten funktionieren, um die Versorgungssicherheit zu garantieren“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Zinner. Aktuell werden drei Millionen Schlüsselblumenpflanzen maschinell gesetzt und damit die Anbaufläche dieser gefragten Arzneipflanze auch heuer wieder erweitert.

„Natürlich ist die neue Arbeitsweise eine große Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass alle nötigen Auflagen eingehalten werden können und danken allen Betroffenen für die Disziplin“, sagt Zinner.

Personal ist aktuell nur teilweise in Kurzarbeit

Desinfektionsspender in allen Abteilungen, die laufende Desinfektion von öffentlich zugänglichen Bereichen, das Tragen von Schutzmasken und die Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstandes zwischen Personen sollen Mitarbeiter und Kunden schützen. Auch bei der derzeit stattfindenden Saatgutausgabe und den Tätigkeiten am Feld werden die Hygienerichtlinien eingehalten.

Aufgrund der geltenden Vorschriften steht das Angebot im Catering- und Veranstaltungsbereich sowie in Waldland Café und Leinenhaus nicht zur Verfügung. Ein Teil des Personals in diesen Abteilungen befindet sich derzeit in Kurzarbeit.

„Verluste aus Gastro bestmöglich abfedern“

Das Spezialitätengeschäft am Waldlandhof in Oberwaltenreith ist wie gewohnt geöffnet. Ein spezielles Versandsystem ermöglicht die Versorgung mit Frischeprodukten wie Fische, Geflügel und Knödeln. Für die stark steigenden Bestellungen ist Waldland gut gerüstet und die große Produktpalette an regionalen Spezialitäten ist in ausreichenden Mengen vorhanden.

„Gleichzeitig hat sich Waldland als sehr stabiler Partner des Lebensmittelhandels etabliert und auch hier zeigt sich eine gesteigerte Nachfrage nach hochwertigen, heimischen Lebensmitteln“, heißt es seitens des Unternehmens. Das Unternehmen geht mit dieser Entwicklung davon aus, die Verluste durch das Wegfallen der Gastronomie als Abnehmer, bestmöglich abfedern zu können.