Opferstöcke geleert, Diebs-Duo geschnappt

Erstellt am 30. Jänner 2013 | 00:00
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Gefasst / Tschechische Gauner wurden nach Coup in Horner Stadtpfarrkirche geschnappt. „Gefischt“ wurde auch im Bezirk Zwettl.

WALDVIERTEL / Die umfangreichen Ermittlungen des Landeskriminalamtes hatten Erfolg: Es konnten wieder zwei Opferstockdiebe gefasst werden. Die beiden arbeitslosen Tschechen wurden in Horn verhaftet.

Das Duo (39 und 41 Jahre alt) dürfte bereits im Juli des Vorjahres den Opferstock in der Basilika in Rosenau ausgeräumt haben. Dabei wurde es vom Mesner beobachtet und flüchtete. Ein Fahrzeug mit tschechischem Kennzeichen blieb am Parkplatz vor der Kirche zurück. Darin befand sich eine größere Menge Kleingeld und mehrere Fünf-Euro-Banknoten, doppelseitiges Klebeband und Straßenkarten.

Der jüngere Tscheche wurde danach im Wald- und Mühlviertel bei Kirchen gesehen. Am 16. Jänner informierte ein Passant das Polizeikommando Horn über verdächtige Männer mit einem BMW mit tschechischen Kennzeichen in der Horner Stadtpfarrkirche. Sie hatten bei der Kontrolle eine größere Geldmenge in Hosen- und Jackentaschen. Im Auto fanden die Beamten weiteres Münz- und Papiergeld, Draht, beidseitige Klebebänder, Pinzetten, Scheren und kleine Taschenlampen.

Diebestour mit etlichen Stationen 

Bei der Einvernahme durch das Landeskriminalamt war der 43-Jährige geständig. Er gab zu, Kerzenkassen und Opferstöcke in mehreren Kirchen im Mühl- und im Waldviertel mit seinem Partner geplündert zu haben. Dabei wurde das Geld immer „herausgefischt“. Die Beiden dürften alleine am 16. Jänner Kirchen in Gerungs, Bad Leonfelden, Langenlois, Zwettl, Stift Zwettl und Horn besucht haben und dort aktiv geworden sein. In der Weitraer Stadtpfarrkirche ließen sie das Geld zurück.

„Wir gehen davon aus, dass die beiden Tschechen noch weitere Diebstähle in Kirchen begangen haben“, war von den Beamten zu hören. Eine genaue Schadenshöhe konnte noch nicht ermittelt werden. Das Einbrecher-Duo wurde in U-Haft genommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.