Ottenschlag

Erstellt am 21. Februar 2018, 03:00

von Joachim Brand

170 Rekruten feierlich angelobt. 170 Rekruten legten im Schloss Ottenschlag in würdigem Rahmen ihr Gelöbnis auf die Republik Österreich ab.

Ein vielstimmiges „Ich gelobe“ hallte unlängst durch den Hof der Fachschule Ottenschlag, als am Freitag, 16. Februar, 170 Rekruten der Liechtensteinkaserne Allentsteig und der Kaserne Mautern vor Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Militärkommandant Martin Jawurek angelobt wurden.

Für die Soldaten findet der Festakt der Angelobung meist nach der vierwöchigen Basisausbildung statt. In Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Christa Jager organisierte der Kommandant der Liechtensteinkaserne am Truppenübungsplatz Allentsteig, Berthold Sandtner, zusätzlich ein Vorprogramm.

Eine kleine Leistungsschau des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 4 und ein Platzkonzert der Militärmusik NÖ unter Kapellmeister Adolf Obendrauf erwies sich wie immer als besonderer Anziehungspunkt. Im Beisein vieler Angehöriger und interessierter Zuschauer hallte dann die Gelöbnisformel wie ein kraftvoller Sturm durch die wehrhaften Mauern der ehemaligen Burg.

Bundesheer als „Schule fürs Leben“

In ihrer Festrede sprach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Bedeutung des Bundesheeres und eines wehrhaften Schutzes für Österreich mit ungewöhnlich klaren Worten an: „Das Bundesheer hat in den vergangenen Jahrzehnten einen wesentlichen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Wohlstand in diesem Land geleistet.

Die Zeit der Einschnitte beim Heer ist vorbei. Wir brauchen ein starkes schlagkräftiges Bundesheer!“, denn „wir sind nicht gefeit vor terroristischen Angriffen, welche unsere Infrastruktur bedrohen und zerstören können“. Des Weiteren hob sie den Wert der Kameradschaft und der neuen Eindrücke durch den Dienst im Bundesheer hervor. „Das ist keine verlorene Zeit, sondern auch eine Schule fürs Leben!“ Mit ihrem Entschluss, in der Uniform des Bundesheeres der Heimat zu dienen, würden die Rekruten eine Haltung zeigen, „die vom hohen Stellenwert einer robusten Verteidigung überzeugt ist“, so Mikl-Leitner.

Neben den Ansprachen von Militärkommandant Martin Jawurek und des evangelischen Militärlektors Johann Brunner begründete Militärkurat Oliver Hartl den Dienst der Rekruten aus theologischer Sicht. Er zitierte Teile aus dem 2. Vatikanischen Konzil. Danach betrachtet sich jeder Soldat, der im Dienste seines Vaterlandes steht, als Diener der Sicherheit, indem er zur Festigung des Friedens beiträgt.

Mit dem Abspielen des Großen Zapfenstreiches durch die Militärmusik NÖ endete diese feierliche Veranstaltung.