Der Rebell aus dem Waldviertel

Erstellt am 28. September 2021 | 15:35
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Am „Abend für Willi Renner“ am 25. September im Feuerwehrhaus Ottenschlag nahmen auch Paul Kirchberger, Franz Xaver Steininger, Michael Widermann, Elmar Ruth, Beatrix und Willi Renner, Lukas Haider-Stern, Ludwig Schleritzko und Dietmar Fahrafellner teil.
Foto: Dieter Holzer
Ein großes Fest mit zahlreichen Ehrungen und viel Lob gab es für den ehemaligen Feuerwehrkommandanten der FF Ottenschlag Willi Renner.

„Ein Abend für Ehrenbrandrat Willi Renner“ wurde am 25. September im Feuerwehrhaus Ottenschlag von der Feuerwehr, dem Feuerwehrabschnitt und der Marktgemeinde veranstaltet. Renner wurde an diesem Abend zum Ehren-Kommandanten und Ehren-Abschnittskommandanten ernannt und mit dem Ehrenring der Gemeinde Ottenschlag ausgezeichnet. Für ihn gab es auch noch das Verdienstkreuz des Niederösterreichischen Feuerwehrverbandes und seitens des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes die Fördernadel in Gold. Im Frühjahr soll eine Ehrung durch das Land folgen.

Willi Renner hat viele Spuren nicht nur in der Feuerwehr hinterlassen. Er ist am 6. Jänner 1976 in die damals gerade gegründete Jugendfeuerwehr eingetreten und war ab 1978 als Aktiver auch in einer erfolgreichen Wettkampfgruppe tätig. „Von 2001 bis 2021 war er als Kommandant der Feuerwehr und des Abschnitts Ottenschlag als Nachfolger seines Vaters erfolgreich tätig und hat eigene Fußspuren gezeichnet, die sicher noch lange sichtbar sein werden“, meinte Kommandant Elmar Ruth.

Landeswasserbewerb einer der Höhepunkte

Willi Renner habe seine Führungsqualitäten bei vielen Brand- und technischen Einsätzen, wie auch beim Hochwasser, beim Eisbruch und bei der Personensuche zeigen können. Ein Höhepunkt für ihn, seine Kameraden aus Ottenschlag und den gesamten Abschnitt waren die 63. Landeswasserbewerbe, die 2019 am Oberen Ortsteich ausgetragen worden sind.

Abschnittskommandant Franz Xaver Steininger betonte, dass Willi Renner immer besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung gelegt habe. Er bedankte sich für die gute Unterstützung der Kommandanten und der Wehren des Abschnitts: „Deine Worte und Taten hatten eine starke Überzeugungskraft, du bist für mich ein großes Vorbild.“ Lukas Haider-Stern, Obmann der Trachtenkapelle, dankte Willi Renner für die ausgezeichnete und intensive Zusammenarbeit. Der Obmannstellvertreter des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes Gerhard Schnabl überreichte die Fördernadel in Gold.

Viele Stars zu den Sommerfesten geholt

Der Ehrenring der Marktgemeinde Ottenschlag wurde Renner von Bürgermeister Paul Kirchberger und Vizebürgermeister Helmut Teuschl überreicht. „Die Feuerwehr hat unter deinem Kommando für ein hohes Maß an Sicherheit für die Bevölkerung gesorgt“, meinte der Bürgermeister.

Bezirkshauptmann Michael Widermann meinte: „Willi, du warst immer ein Partner, auf den man sich verlassen konnte, deine Worte haben Gewicht, und ich schätze unsere freundschaftliche Zusammenarbeit“.

Als „Rebell aus dem Waldviertel“ wurde Willi Renner nach seinem ersten Auftreten beim Landesfeuerwehrverband Niederösterreich bezeichnet. „Wenn man gehört hat, wer aller bei euren Sommerfesten aufgetreten ist, glaubt man fast, du seist der Entdecker von Helene Fischer gewesen“, meinte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.

Landesrat Ludwig Schleritzko würdigte die Verdienste und die Tätigkeiten von Willi Renner. „Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wird dir im Frühjahr 2022 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich überreichen“, kündigte der Landesrat an. Willi Renner bedankte sich bei allen seinen Kameraden und Freunden, den Institutionen und Vereinen, mit denen er in den vielen Jahren zusammenarbeiten konnte. In sehr launiger Form gab er einige Anekdoten, die er mit anwesenden Persönlichkeiten erleben konnte, zum Besten. In besonders inniger Form dankte er seiner Frau und den Kindern für die Unterstützung, die ihm seine Tätigkeiten erst ermöglicht hatten.

Fahrbahre Jagdkanzel als Geschenk für Freizeit

Am Platz vor dem Feuerwehrhaus in Ottenschlag fuhren – wie von Elmar Ruth angekündigt – 16 Feuerwehrfahrzeuge, je eines pro Abschnittsfeuerwehr, auf. Am letzten Fahrzeug war eine fahrbare Jagdkanzel (Hochstand) angehängt. Das von Alois Kreuzer und F.X. Steininger erbaute Gefährt soll Willi Renner helfen, die freie Zeit auszufüllen, die er nun nach seinem Ausscheiden aus seinen Funktionen bei der Feuerwehr hat.