Erstellt am 14. März 2018, 02:56

von Bernd Dangl

Erste Medaille für Claudia Lösch. Die 29-Jährige aus Pölla landete in Pyeongchang im Super-G an der zweiten Stelle. In der Abfahrt schied sie aus.

Claudia Lösch durfte das „Team Austria“ bei der Eröffnung der XII. Winter-Paralympics in Pyeongchang als Fahnenträgerin anführen.  |  APA/ÖPC/Diener

„Eine Goldmedaille“ hatte sich Claudia Lösch aus Pölla im Vorfeld der Paralympics in Pyeongchang sehnlichst gewünscht – am besten in der Abfahrt. Doch daraus wurde nichts, Lösch schied nach einem Sturz aus.

„Zwischen den Toren 13 und 14 war ich zu weit unten. Dann habe ich mich weiter reingelegt und bin an der Schale weggerutscht“, so Lösch, deren Einser-Rennski dabei beschädigt wurde, sodass sie einen Tag später im Super-G auf ein Ersatzmodell umsteigen musste.

Am Weg zur Silbermedaille. Claudia Lösch aus Neupölla raste nach ihrem Abfahrtssturz im Super-G hinter der Deutschen Anna Schaffelhuber auf Platz zwei.  |  Simon Bruty/IOC/AFP

Hier klappte es schließlich mit der ersten Medaille. Mit 0,95 Sekunden Rückstand auf die Deutsche Anna Schaffelhuber fuhr Lösch auf Platz zwei, und war momentan sauer über das verpasste Gold.

Für Lösch werden es die letzten paralympischen Bewerbe sein

Nach der Siegerehrung konnte Claudia Lösch aber wieder lachen: „Die Ehrung war schön, daher sehe ich das alles etwas differenzierter. Enttäuscht, dass es nicht mit Platz eins geklappt hat, bin ich aber dennoch. Jetzt heißt es, sich auf die restlichen Bewerbe zu fokussieren.“

Dienstagnachmittag (nach Redaktionsschluss) fiel die Entscheidung in der Super-Kombination. Aufgrund des Frühlingserwachens und der warmen Temperaturen in Korea wurden die Entscheidungen im Slalom und Riesentorlauf umgedreht. Der Slalom findet nun am Mittwoch statt, der Riesentorlauf am Samstag.

Für Lösch, mit sieben Medaillen die erfolgreichste aktive österreichische Athletin, werden das die letzten paralympischen Bewerbe ihrer Karriere sein.