Schutz von oben für das neue Essensfahrer-Auto. Zwei Anlässe zum Feiern gab es am 4. Oktober in der Pfarrkirche Großglobnitz. Es wurde Erntedank gefeiert und das neue Auto für die Essensfahrer in Großglobnitz gesegnet.

Von Franz Pfeffer. Erstellt am 05. Oktober 2020 (14:19)

Die Messe wurde von Pfarrmoderator Thomas Kuziora zelebriert und von den Musikern Philipp Fichtinger, Michael Hag, Manfred Hofer und Ambros Pabisch musikalisch umrahmt. Kuziora begrüßte Bürgermeister Franz Mold, eine Abordnung des Hilfswerkes und die Jugend. Der Vorsitzende des Hilfswerkes Zwettl, Gemeinderat Werner Preiss dankte allen Messbesuchern für das Kommen und Pfarrmoderator Kuziora für die Segnung des Autos. Weiters meinte er: „Da jede Autofahrt ein gewisses Risiko mit sich bringt, braucht man dazu den Schutz von oben. Die ehrenamtlichen Zusteller sind damit 365 Tage im Jahr unterwegs und freuen sich schon, mit dem neuen Auto warmes Essen zu den Menschen bringen zu können.“

Das Hilfswerk Zwettl wurde im Dezember 1986 gegründet. Begonnen wurde mit der Aktion „Hauskrankenpflege“ und mit dem Anschluss des ersten Notruftelefons. Das erste Auto wurde 1989 angeschafft und heute umfasst der Fuhrpark mehr als 30 Fahrzeuge und im Jahr werden rund 600.000 Kilometer zurückgelegt. Derzeit umfasst das Hilfswerk zehn Gemeinden und betreut die Bürger mit vielen Dienstleistungen wie: Mobile Pflegeberatung, Mobile Erziehungsberatung, Kinderbetreuung, Psychotherapie, Hauskrankenpflege, 24 Stunden Betreuung, Notruftelefon, Essen auf Rädern und es gibt auch einen ehrenamtlichen Besucherdienst.

Zurzeit sind beim Hilfswerk Zwettl 44 Personen beschäftigt. Zudem gibt es 45 ehrenamtliche Helfer und Funktionäre, dazu kommen jetzt 14 aus Großglobnitz. „Sie alle tragen einen großen Teil zum Erfolg bei“, meinte Preiss.
Bürgermeister Mold betonte: „Pfarrgemeinde sind wir alle. Es wird zukünftig nicht möglich und leistbar sein, alle Menschen in Heimen unterzubringen. Daher ist es notwendig, dass hilfsbedürftige Menschen die Möglichkeit haben, zu Hause gepflegt und versorgt werden zu können. Organisationen, wie das Hilfswerk, machen dies möglich.“