Expansion: Neue Pläne für Holz Hahn. Brüdertrio hinter innovativem Holzbetrieb will Produktion in Grünbach ausbauen und Lager nach Rappottenstein verlegen. Heuer wurden bereits 1,2 Millionen Euro investiert.

Von Karin Pollak. Erstellt am 30. Oktober 2020 (05:21)
Ihren erfolgreichen Weg mit dem Familienunternehmen „Holz-Hahn-GmbH“ setzen die drei Brüder Günther, Gernot und Georg Hahn weiter fort, dafür gab es enorme Investitionen in den letzten Jahren, auch in der nächsten Zukunft wird der Betrieb ausgebaut.
Holz-Hahn

Die Holz-Hahn GmbH ist ein innovatives Familien-Unternehmen, das durch stetige Investitionen in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Der Erfolgslauf spiegelt sich auch in der europaweiten Auszeichnung zur „Sägeindustrie des Jahres 2019“ wider.

Für den Ausbau von Trocken- und Lagerkapazitäten hat man heuer 1,2 Millionen Euro in eine Halle und Trockenkammern investiert. Jetzt erweiterte Holz-Hahn die Betriebsfläche um ein 1,8 Hektar großes Grundstück in Rappottenstein - die NÖN berichtete:

„Das war ein strategischer Kauf für die Zukunft. Wir wollen die Produktion in Grünbach ausbauen und das Lager nach Rappottenstein verlegen“, erklärt Hahn, der auf weitere Ausbaupläne im kommenden Jahr verweisen kann. „Wir errichten ein neues Bürogebäude und wollen in den nächsten Jahren in eine moderne Produktion zur Erzeugung von verleimten Produkten investieren“, verrät Günther Hahn.

Brüdertrio steht hinter dem Betrieb

Der seit 1948 bestehende Betrieb wird von dem Brüdertrio Günther (47), Gernot (46) und Georg (38) bereits in der dritten Generation geführt. Aus dem anfänglich mit Wasserkraft betriebenen Sägewerk wurde ein moderner Industriebetrieb, der sich auf die Produktion von Bauholz, Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz spezialisiert hat.

Zu den Hauptkunden zählen Fertigteilhausproduzenten und Holzbaubetriebe in NÖ und Wien. Manche Sortimente werden aber auch nach Tschechien oder Italien exportiert. Auf dem rund elf Hektar großen Betriebsareal wird mit über 35 Mitarbeitern ein Umsatz von 17 Mio. Euro erwirtschaftet.

Vor zwei Jahren wurde um 15 Millionen Euro ein hochmodernes Sägewerk errichtet. Damit wird der Großteil der Rohware zur Erzeugung von verleimten Produkten selbst produziert. „Somit bleibt die komplette Wertschöpfung vom Stamm bis zum fertigen Leimträger in unserem Unternehmen“, erklärt Günther Hahn. Mit dem Biomasse-Heizwerk wird CO2-neutrale Wärme aus Rinde erzeugt, die im eigenen Fernwärme-Netz Trockenkammern, Produktionshallen, Büro und 100 Haushalte in Rappottenstein versorgt.

Von „nicht sexy“ zum Boom

Mit der Steigerung der Produktion liegt Holz Hahn voll im Trend. Der Holzbauanteil, der vor einigen Jahren überhaupt „nicht sexy“ gewesen ist, sei laut Hahn seit einigen Jahren enorm steigend. „Dieser Boom wird sicherlich anhalten und auch weiter steigen.“ Holz als nachwachsendes und CO2-bindendes Baumaterial trägt wesentlich zum Klimaschutz bei.

Dass die technischen Möglichkeiten jetzt auch die Produktion von großformatigen Wänden zulassen, seien weitere Gründe für die stetig steigende Nachfrage nach Holzbauten. „Aufstockungen bei den alten Häusern in Wien wären ohne die Holzkonstruktionen statisch gesehen kaum ausführbar“, erklärt der innovative Unternehmer, der mit seinen beiden Brüdern diesen erfolgreichen Weg fortführen wird.

Auch zukünftig werden Mitarbeiter gesucht

„Als Familienunternehmen denken wir nicht in Quartalsabschlüssen, sondern in Generationen. Wir fühlen uns der Familie, den Mitarbeitern und der Region gegenüber verpflichtet, den Standort zu erhalten und nachhaltig zu denken und zu wirtschaften“, sind sich die Brüder einig.

Schnelles Wachstum ist ohne gutes Team unmöglich und so werden auch zukünftig motivierte Mitarbeiter gesucht.