Arbesbach

Erstellt am 10. Juni 2018, 05:00

von Markus Füxl

„Resi“ bereit zur Fahrt. Die Ortsstelle Arbesbach des Roten Kreuzes feierte mit einer heiligen Messe ihr neues Fahrzeug.

Rotes Kreuz-Bezirksstellenleiterin Andrea Wiesmüller, die Abgeordnete zum Nationalrat Angela Fichtinger, Bezirksstellengeschäftsführer Manfred Ehrgott, Landesrettungskommandant-Stellvertreter Johann Kaufmann, Bürgermeister Manfred Stauerer, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich Josef Schmoll, die beiden Bürgermeister Ewald Fröschl und Alfred Hennerbichler, Waldviertler Bereichskommandant Herbert Langer, Rotes Kreuz Ortsstellenleiter von Arbesbach Hermann Pfeiffer und Patin „Resi“ Pfeiffer feierten die Fahrzeugsegnung des neuen Einsatzfahrzeuges des Roten Kreuzes Arbesbach.  |  NOEN, Markus Füxl

Mit einem großen Festakt feierte die Ortsstelle Arbesbach des Roten Kreuzes ihr neues Rettungsfahrzeug.

Pfarrer a. D. Johann Lueger gestaltete am 3. Juni eine heilige Messe in der Pfarrkirche Arbesbach. Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Ortsstellen-Leiter Hermann Pfeiffer die Ehrengäste. Er bedankte sich bei der Bevölkerung für ihre Spende. So konnte knapp zwei Drittel der 90.000 Euro Kosten für das Fahrzeug in den Gemeinden Altmelon, Schönbach, Rappottenstein und Arbesbach gesammelt werden.

„Das alte Fahrzeug hatte bereits 300.000 Kilometer auf dem Buckel. Mit dem neuen ist der Rettungsdienst wieder zu 100 Prozent sichergestellt“Ortsstellen-Leiter Hermann Pfeiffer

„Das alte Fahrzeug hatte bereits 300.000 Kilometer auf dem Buckel. Mit dem neuen ist der Rettungsdienst wieder zu 100 Prozent sichergestellt“, erklärte Pfeiffer gegenüber der NÖN.

Seit Dezember 2017 ist der 204 PS starke VW mit Automatik-Getriebe im Dienst der Arbesbacher Sanitäter. Seitdem sammelt auch er fleißig Kilometer, die längste Ausfahrt waren bisher 800 Kilometer am Stück zur Laßnitzhöhe in der Steiermark und wieder zurück.

Als Patin und Namensgeberin stand Theresia Pfeiffer zur Verfügung. Nachdem sie alle Mitarbeiter nur unter dem Namen „Resi“ kennen, heißt auch das neue Fahrzeug so.

Pfarrer Lueger segnete im Anschluss an die Messe das Auto sowie einen Rosenkranz und eine Christophorus-Medaille, die im Fahrzeug angebracht für eine sichere Heimkehr sorgen sollen.

Unter den Ehrengästen war auch Rotes Kreuz-Bezirksstellenleiterin Andrea Wiesmüller, die in ihrer Rede den Begründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, zitierte: „Tutti fratelli – alle sind Brüder!“ Sie lobte die ehrenamtlichen Mitarbeiter: „Euer Team ist bei Tag und bei Nacht, bei Sonnenschein und bei Nebel unterwegs. Hier ist viel Engagement gefordert, danke dafür.“

Berufsbegleitender Rettungssanitäterkurs im Juli

In die selbe Kerbe schlug die Abgeordnete zum Nationalrat, Angela Fichtinger: „Danke an alle, die täglich bereit sind, den Dienst am Menschen zu leisten und dafür ihre Freizeit opfern.“

Dass dieser Dienst keine Selbstverständlichkeit sei, betonte der Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, Josef Schmoll. „Es braucht eine Bewusstseinsbildung bei den Jugendlichen, aber auch an den Wirtshaustischen.“

Vor allem in Arbesbach kämpft man aktuell, genügend Freiwillige zu finden. „Das Problem zieht sich aber durch das ganze Land“, so Schmoll.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken organisiert etwa das Rote Kreuz Zwettl Mitte Juli einen berufsbegleitenden Rettungssanitäterkurs, vorwiegend an den Wochenenden, so Ehrgott im Gespräch mit der NÖN. Er überreichte im Anschluss mit den Ehrengästen Ehrungen an langjährige Mitarbeiter.