Demo gegen Impfpflicht in Zwettl: 450 Teilnehmer, 15 Anzeigen

Erstellt am 28. Jänner 2022 | 19:53
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Die Kundgebung verlief ruhig. 15 Teilnehmer wurden wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht angezeigt und es kam zu einer kurzfristigen Festnahme.

Die Polizei schätzt, dass 450 Personen an der „Kundgebung gegen die Pflicht zur Impfung gegen Covid19“ am Freitag (28. Jänner) teilgenommen haben, angemeldet war sie im vierstelligen Bereich. Manfred Steiner aus dem westlichen Teil des Bezirks und Teile der FPÖ-Bezirkspartei versammelten sich am Nachmittag auf dem Dreifaltigkeitsplatz in Zwettl. Ein beträchtliches Polizeiaufkommen von ungefähr 65 Beamten aus dem Bezirk und aus St. Pölten überwachte den Demonstrationszug.

„Es gilt die Maskenpflicht, aber es gibt das Vermummungsverbot“: Mit diesen Worten begrüßte Manfred Steiner die Teilnehmer. Er beklagte den Umstand, dass das Recht der Demonstranten auf ihre Meinung nicht gehört oder ins Lächerliche gezogen werde.

Bezirkspolizeikommandant Rudolf Mader bekräftigte via Lautsprecherdurchsage das Recht auf Demonstrationen und verwies gleichzeitig auf die Einhaltung der Maskenpflicht und der gesetzlichen Bestimmungen.

Kainz: "Impfpflicht ist verfassungswidrig"

Reden von Bruno Gattringer aus dem Bezirk Zwettl und des Landtagsabgeordneten Reinhard Teufel folgten. Nationalratsabgeordneter Alois Kainz forderte das Recht auf Selbstbestimmung und die gesundheitliche Oberhoheit über den eigenen Körper. „Die Impfpflicht ist verfassungswidrig und führt letztlich zu einer Spaltung der Gesellschaft“, bekräftigte er die Meinung seiner Partei.

Ausgehend vom Dreifaltigkeitsplatz über die Hamerlingstraße in Richtung Bahnhofstraße und zurück in die Landstraße führte der Demonstrationszug noch eineinhalb Kilometer durch verschiedene Gassen quer durch Zwettl – begleitet mit rhythmischer Musik und Trillerpfeifen.

Kurzzeitige Festnahme zur Identitätsfeststellung

Die Bezirkshauptmannschaft ordnete die Überwachung der vorschriftsmäßig angemeldeten Demonstration an: „Die Veranstaltung verlief friedlich und es kam zu keinen nennenswerten Vorfällen“, berichtet das Bezirkspolizeikommando.

Die Polizeibeamten begleiteten den Demonstrationszug und regelten den Verkehr. „Es wurden 15 Teilnehmer wegen Verletzung der Maskentragepflicht beanstandet, wobei es bei einem Teilnehmer zu einer kurzzeitigen Festnahme zur Identitätsfeststellung kam.“ Die Anzeigen erfolgten an die Bezirkshauptmannschaft.