Knödel, Bier & Schnaps

Erstellt am 28. September 2021 | 14:34
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_8191010_zwe39sued_schoenbach_kriecherlkirtag.jpg
Die besten Kriecherlbrände wurden beim Kirtag in Schönbach am 26. September ausgezeichnet. Im Bild vorne von links: Andreas Wilhelm, Hubert Hackl, Bernhard Biegl; hinten: Franz Höfer, Franz Mold, Michael Wagner, Hermann Rogner und Christian Bisich.
Foto: Dieter Holzer
Der Kriecherl-Kirtag in Schönbach lockte mit vielen Highlights und Schmankerln.

„Alles Kriecherl“ hieß es am 26. September in Schönbach. Beim traditionellen Michaelikirtag wurde die Genussregion Waldviertler Kriecherl in den Mittelpunkt gestellt.

Auszeichnungen für Schnapsbrenner

Die Bestplatzierten beim Wettbewerb „Das beste Kriacherl“ wurden am Nachmittag im Klosterhof präsentiert. Zahlreiche Brenner dieses besonderen Edelobstes aus den 42 Mitgliedsgemeinden hatten sich beteiligt. Christian Bisich, der Obmann der Genussregion Waldviertler Kriecherl, konnte die Auszeichnungen überreichen.

Als „Echt guat“ wurden die Erzeugnisse von Ottilie und Hubert Hackl aus Nussendorf, Sabine und Bernhard Biegl aus Loiwein sowie jene von Sonja und Michael Wagner vom Fichtenhof in Schönbach von der Fachjury empfunden. „Poah sakrisch guat“ waren die Erzeugnisse von Christine und Andreas Wilhelm aus Leiben und des Siegers Elisabeth und Hermann Rogner aus Roiten.

Eigenes Kirtagsbier

Ein Rauchbier nach fränkischem Vorbild hat Klaus Pinkernell extra für diesen Kirtag gebraut. Anfang des Jahres hat er das „Bier gwölb“ in den alten Klostermauern übernommen. „Neben dem traditionellen Schönbacher Pils möchte ich meine Gäste immer wieder mit einem zweiten Bier durch einen etwas anderen Geschmack überraschen“, meinte der Berliner Whiskyexperte.

Tänzer flogen durch die Luft

Spektakulär waren die Auftritte der Schönbacher Schuhplattler. Die Mitglieder der Landjugend zeigten nicht nur mehrere Varianten dieses anstrengenden Tanzes, sondern einige Tänzer lernten sogar das Fliegen durch die Lüfte kennen. Die Waldviertler Kirtagsmusi und die Waldviertler Hochlandmusikanten erfreuten am Nachmittag mit erfrischenden Klängen.

Topfenteig überzeugte

Die Besucher beim Kirtag hatten die Gelegenheit, sich aktiv an einer Befragung zu beteiligen. Beim Verkosten wurde ermittelt, ob bei der Herstellung der Kriecherlknödel ein Teig aus Topfen oder aus Erdäpfeln in Zukunft Standard sein soll. Es siegte mit 55 Prozent Zustimmung der Topfenteig. Den dabei verlosten Genusskorb mit regionalen Schmankerln gewann Anna Koppensteiner aus Dürnstein.

Die Schüler der HLW Zwettl hatten die Befragung und die Auswertung übernommen. Sie unterstützten auch die Kriecherl-Partner bei den Ständen und die Mitarbeiter im Klosterhof.

Neuer Partner

Die Klosterschulwerkstätten sind nun AMA-Genussregionspartner. Die entsprechende Hinweistafel wurde von Landtagsabgeordnetem Franz Mold an Geschäftsführer Franz Höfer überreicht.

„Schön, dass wir den Kriecherl- und Michaelikirtag wieder abhalten können“, freute sich Bürgermeister Ewald Fröschl. „Die Coronabestimmungen und -auflagen waren herausfordernd, doch wir haben alles getan, um einen entspannten und sicheren Festverlauf zu garantieren“, meinte Franz Höfer, der Mastermind hinter dem Kirtag und Betreiber der Klosterschulwerkstätten – und der Erfolg dieses Kirtages gab ihm recht.