Schulen: Nur5von47im Bezirk würden bleiben

Erstellt am 20. Oktober 2010 | 00:00
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Foto: NOEN
Landesrat Heuras sprach sich bei Besuch in der HS Schönbach gegen Schmied-Pläne aus.

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Überzeugte sich in der Hauptschule Schönbach vom guten Bildungsangebot im Waldviertel: Landesrat Johann Heuras (3. v. l.) mit Bürgermeister Ewald Fröschl, Landtagsabgeordnetem Franz Mold, NÖAAB-Ortsgruppenobfrau Doris Bauer, Hauptschul-Direktor Josef Weiß und Vizebürgermeister Willibald Kolm (v.l.).
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BEZIRK ZWETTL / Gegen die Schließung von Kleinschulen sprach sich anlässlich eines Besuches in der Hauptschule Schönbach am 14. Oktober Landesrat Johann Heuras (ÖVP) aus.

Heuras ist überzeugt vom guten Bildungsangebot in den Waldviertler Schulen: „Hätten wir in ganz Österreich so gute Schulen, würde über Bildung nicht diskutiert werden. Daher bin ich überzeugt, dass mehr Kompetenz für die Länder auch mehr Qualität in die Schulen bringt.“

Für äußerst bedenklich hält auch NÖAAB-Ortsgruppenobfrau Doris Bauer die derzeitigen Pläne von Bildungsministerin Schmied (SPÖ) zur Schließung von kleinen Schulen im ländlichen Raum. „Durch die Schließung von Schulen müssten die Kinder schon von klein auf weite Strecken pendeln. Dies würde für die Schüler eine enorme Belastung darstellen, welche für den Lernerfolg sicher nicht förderlich ist“, so Bauer.

Bekanntlich wurden Pläne von Unterrichtsministerin Claudia Schmied laut, Hauptschulen mit einer Schülerzahl unter 150 Schülern und Volksschulen mit weniger als 75 Kindern zu schließen. „Ministerin Schmied gefährdet mit ihrer Bildungspolitik die Hälfte der niederösterreichischen Volksschulen und rund 45 Prozent der Hauptschulstandorte. Diese Politik geht auf Kosten der Schüler, der Schulpartner und der Regionen“, so Landesrat Heuras.

Im Bezirk Zwettl wären beispielsweise 33 von 35 Volksschulen von einer Schließung bedroht sowie neun von 12 Hauptschulen. Nur noch die Volksschulen Zwettl und Groß Gerungs sowie die Hauptschulen Groß Gerungs, Ottenschlag und Stift Zwettl würden das Soll-Maß erfüllen und damit erhalten bleiben.

In der Hauptschule in Schönbach – sie zählt mit 85 Schülern im letzten Schuljahr zu den eher kleineren Schulen – überzeugte sich Landesrat Johann Heuras vom hervorragenden Bildungsangebot. Der Schwerpunkt dieser Schule liegt auf neuem Lernen und neuen Lernmethoden. Teilleistungsschwächen in Deutsch, Mathematik oder Englisch werden mit gezielten Übungen aus der Kinesiologie, aus dem Legasthenikertraining und mit speziellen Möglichkeiten nach Dr. Tomatis versucht auszugleichen. Direktor Josef Weiß erklärte die verschiedenen Methoden. „Es ist wichtig für den Lernerfolg von Schülern, dass diese auch das Lernen lernen und dazu die Möglichkeit erhalten.“