Naturschutz: Sonnentor mit Top-Bilanz. Sonnentor unterzog Änderungen bei den Verpackungen einem CO2-Test. Verglichen mit der vorigen Lösung konnten so 20 Prozent Schadstoffe gespart werden.

Von Red. Zwettl. Erstellt am 27. Oktober 2020 (18:43)
Lässt die Hüllen fallen: Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann sparte Plastik-Verpackung bei Tees ein.
Sonnentor

Sonnentor stellte Anfang des Jahres einige Verpackungen um. Nun hat der Kräuterspezialist die Innovation einem CO2-Test unterzogen. Das Ergebnis freut die Umwelt: Satte 20 Prozent der Schadstoffe werden gegenüber der vorigen Lösung eingespart.

Sonnentor führte den CO2-Check in Kooperation mit dem unabhängigen Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) durch. „Ein wichtiger Schritt, denn es gilt laufend zu prüfen, ob unsere Entwicklungen im Bereich Verpackung, auch tatsächlich eine Verbesserung für die Umwelt mit sich bringen“, erklärt Gründer Johannes Gutmann.

Mehrere Optimierungen sind für die massive Einsparung verantwortlich. Der zuvor in den Aufgussbeutelhüllen eingebaute Aromaschutz aus Polypropylen wurde durch eine verbesserte Barriere aus Holzfolie ersetzt. Dadurch ist bei den Teeschachteln außen keine zusätzliche Verpackung mehr nötig. So werden jährlich 20.000 Kilogramm Verpackungsmaterial eingespart.

Doch nicht nur bei diesem Schritt war die Umstellung erfolgreich. Auch der Papierverbrauch wurde um 22.000 Kilo reduziert, dank dünnerem Papier für die Aufgussbeutelhüllen. Einsparungspotenziale wurden ebenfalls bei den Transportverpackungen genutzt. Durch eine effizientere Schlichtung entstehen keine unnötigen Leerräume mehr. Das spart ein Drittel des Gewichts. Außerdem haben die Transportkartons einen Recyclinganteil von rund 80 Prozent. Gutmann betont: „Wir müssen Verpackungen endlich als Wertstoff ansehen und nicht als Müll. Ziel muss es sein, Kreisläufe zu schließen. Es gibt viele Wege in die Zukunft. Wir setzen auf Kompostierbarkeit und Recycling.“

Bereits 2008 hat Sonnentor die Umstellung auf nachhaltige Materialien eingeleitet. Rund 70 Prozent sind aus nachwachsenden Rohstoffen. Dazu zählen Folien aus Holzfaser, Teebeutel aus Bananenfaser, Papier und Karton. Was nicht kompostiert wird – wie Glas und Metall – kann wiederverwertet werden. Insgesamt können bereits 91 Prozent der Verpackungen einem Rohstoffkreislauf zugeführt werden. „Wir sprechen offen über die Materialien, die wir verwenden und deren richtige Entsorgung“, sagt Gutmann. Sonnentor hat deshalb eine eigene Website dazu: www.sonnentor.com/verpackung