Galerie Blaugelbezwettl ist für Neustart gerüstet. Die Galerie Blaugelbe-zwettl wartet mit vier Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmen auf – alles nach Vorschrift.

Von Maria Moll. Erstellt am 05. März 2021 (03:52)
Martin Anibas im Aufgang zur Galerie, wo zahlreiche Plakate von den interessanten Aktivitäten zeugen.
Maria Moll

Die Galerie Blaugelbezwettl steht in den Startlöchern, man bereitet sich vor, um den Ausstellungsbetrieb wieder aufzunehmen.

Martin Anibas, Obmann des Kunstvereins Zwettl, hofft fest, den Ausstellungsbetrieb Anfang März wieder starten zu können – natürlich unter Einhaltung aller Regeln und Vorschriften. Dazu will er detaillierte Auskünfte bei der Bezirkshauptmannschaft einholen, um ein genaues Konzept über die erlaubte Besucheranzahl im Raum, die nötige Desinfektion vor Ort, den vorgeschriebenen Mindestabstand und das Tragen von FFP2-Masken zu erstellen.

In einem virtuellen Rundgang durch die Galerie sieht Anibas keinen guten Ersatz für den realen Besuch: „Man muss die Kunstwerke schon im Original sehen, um den richtigen Eindruck zu bekommen. Gelegenheit dazu wollen wir Freitag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr bieten.“

Werke von Thuma sind ab 6. März zu sehen

Die erste Ausstellung im Jahr 2021 gestaltet Gerlinde Thuma mit „zeiten schichten parallel“. Die gebürtige Wienerin studierte bei Maria Lassnig Malerei und Trickfilm. Sie lebt in NÖ und arbeitet seit 1988 freiberuflich. Für ihre Ausstellung in der Propstei wird es keine offizielle Eröffnung geben, um den Andrang bei der Vernissage zu vermeiden. „Das informative Kunstgespräch wird schon vorher aufgenommen und für die Besucher schriftlich aufgelegt“, kündigt Martin Anibas an. Zum Ausstellungsbeginn am 6. März wird die Künstlerin von 14 bis 18 Uhr anwesend sein.

Weitere Ausstellungen, Konzerte und Filme

Für die drei weiteren Ausstellungen könnten dann vielleicht schon „lockerere“ Bedingungen gelten. Ab 17. April präsentiert Paul Braunsteiner, geboren in Gmünd, in der Blaugelben seine Werke. Er liebt Musik und Malerei. 2014 gründete er die Band STRAWANZA. Als freischaffender Maler schuf er unter anderem Arbeiten für die Zeitschrift „Planet“ der Grünen Bildungswerkstatt.

Lavinia Lanner, junges Multitalent aus Oberösterreich, zeigt ab 25. September mit „Not Long Now“ ihre neuesten Werke. Sie ist bekannt für ihre großformatigen, feinen, subtilen und fantasiereichen Zeichnungen. Lavinias Mutter ist Italienerin. So kam es wahrscheinlich, dass die Tochter nicht nur ein Studium der bildenden Kunst absolvierte, sondern auch das Konferenzdolmetschstudium für Italienisch und Englisch an der Uni Wien abschloss. In ihren sehr dichten Zeichnungen hat Lavinia die Arbeit mit 3B-Bleistiften perfektioniert.

Der Vierte in der Reihe der ausstellenden Künstler in der Blaugelbenzwettl ist 2021 der Kremser Leo Zogmayer. In Zwettl kein Unbekannter, hat er doch zuletzt 2018 hier ausgestellt. „Border Less“ ist der Titel der neuen Schau. Zogmayers Schaffen ist vielseitig: Grafik, Fotografie, (Hinterglas-)Malerei, Skulpturen und raumgreifende Kunstprojekte. Mit markanten Schriftzügen will er zum Nachdenken anregen.

Zu den vier großen Ausstellungen gehören die beliebten Kunstgespräche. Außerdem stehen Veranstaltungen aus Musik, Literatur und Film auf dem Jahresprogramm der Zwettler Galerie.

Neben Jazz und Boogie winken schöne Abende mit Könnern auf der Gitarre wie Peter Ratzenbeck oder Markus Schlesinger. Andrea Nießner-Teufl liest aus ihrem neuesten Werk „Erster Schrei – letzter Seufzer“. „Die lange Nacht des Films“ steht auf dem Programm und Vieles mehr.

„Egal, ob Schichtbetrieb oder strenge Regeln. Wir werden uns genau an die Vorgaben halten und auf jeden Fall starten“, ist Martin Anibas fest entschlossen, wieder die Galerie Blaugelbezwettl zu öffnen.