Lebkuchen wurden zu Kunstwerken. Peter Forstner präsentiert unter dem Motto „Die vier Jahreszeiten“ Märchenhäuser aus Lebkuchen.

Von Maria Moll. Erstellt am 15. November 2019 (06:01)

„Lebkuchen wecken Erinnerungen, beleben alte Bräuche und bringen uns Weihnachten ein bisschen näher“, stellte Bezirkshauptmann-Stellvertreter Matthias Krall bei der Eröffnung der 25. „Kaiser Franz Lebkuchen-Knusperhaus-Kunstausstellung“ am 12. November in der Orangerie des Stiftes Zwettl fest.

Birgit Perl hieß die zahlreichen Fest- und Ehrengäste der Ausstellungseröffnung willkommen. Einer Ausstellung, die Peter Forstner in Zusammenarbeit mit Küchenchefin Renate Eder und Kellnerin Renate Lederbauer, jedes Jahr unter ein anderes Motto stellt. Heuer sind „Die 4 Jahreszeiten“ Thema.

Bürgermeister Franz Mold dankte dem Meisterpatissier für die viele Arbeit, mit deren Ergebnis Besucher angezogen werden. „Ein mächtiges Ereignis für das Land Niederösterreich, aber auch für die Stadt ein Fixpunkt in der Vorweihnachtszeit.“

Auf Fragen von Birgit Perl erzählte der Gastronom und Lebkuchenspezialist Anekdoten und Fakten aus den 25 Jahren seiner Beschäftigung mit dem Gebäck des Advents. 1993 übernahm Forstner den Gastbetrieb im Schloss Luberegg. Als sich im Spätherbst die touristisch tote Zeit ankündigte, stellte er sieben Lebkuchenhäuschen vor die Tür, um schaulustige Gäste anzulocken. Das war der gelungene Beginn der langjährigen Erfolgsgeschichte.

Perl wies auf Forstners Arbeit für Licht ins Dunkel hin. Er selbst erzählte vom Hochwasser der Donau im Jahr 2002, als die „Brandner Sisters“ helfend einsprangen. Seit 2009 ist er Pächter der Taverne Stift Zwettl. Heuer schufen Schüler der Neuen Mittelschule Stift Zwettl vier großflächige Bilder für den Hintergrund der Häuschen. Forstners Wunsch für die Zukunft: „Dass alles so bleibt, wie es ist.“

Die Überraschung des Abends bereitete Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer, dem Spitzenkonditor mit sozialer Ader. Die beiden Unternehmer kennen einander seit Forstners 15-jähriger Tätigkeit in Oberösterreich. „Als Ziegler habe ich noch keine so schönen Ziegel gesehen wie in dieser Ausstellung“, spielte Leitl auf seinen Betrieb an, den jetzt sein Sohn in fünfter Generation führt: „Sie sind von einer Köstlichkeit und Süße, wo der gewöhnliche Ziegel nicht mitkann.“ Forstner ergänzte: „Und handgeschlagen.“ Leitl dankte dem Meisterkonditor „für das, was er für das Land, das Stift, die Region tut, aber auch für die österreichische Seele.“ Er sprach Dank und Anerkennung aus, bekräftigt durch das Überreichen einer entsprechenden Urkunde.

Den musikalischen Rahmen der Feier und des anschließenden Advent-Dinners schuf die Mostviertler Kerschbam Musi. Die Ausstellung ist bis 15. Dezember, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Zutritt.

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