Stora Enso: Kein Jobabbau in Brand

Erstellt am 26. Juni 2013 | 00:00
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Foto: NOEN, Photographer: Edgar Pfandler
Beunruhigende Meldungen / Österreich-Geschäftsführer beruhigt: Im Waldviertler Werk sollen alle 270 Arbeitsplätze gehalten werden.

BRAND /  „Der Forstkonzern Stora Enso baut weltweit 2.500 Stellen ab. In Österreich sollen 100 Jobs gestrichen werden.“ Diese Pressemeldungen sorgten auch in unserem Bezirk für einige Unruhe, zählt doch der Standort Brand zu den vier der Firmengruppe in Österreich. Nach letztem Stand der Informationen soll das Werk in Brand vom Personalabbau aber kaum betroffen sein.

„Uns ist bisher nichts bekannt, dass Stellen im Werk Brand abgebaut werden sollen“, heißt es seitens des Gemeindeamtes in Waldhausen. Dort hofft man, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben, denn Stora Enso ist seit Jahrzehnten der wichtigste Arbeitgeber in der Gemeinde und viele Firmen im gesamten Bezirk profitieren von diesem Unternehmen. Im Werk Brand werden derzeit 270 Mitarbeiter im Zwei- und Drei-Schicht-Betrieb beschäftigt.

„Die Presseaussendung vom Wegfall von 100 Arbeitsplätzen in Österreich war etwas unglücklich gewählt und führte zu Missverständnissen“, beruhigte Österreich-Geschäftsführer Herbert Jöbstl aus Bad St. Leonhard. „In Sollenau musste eine Schicht mit 32 Arbeitsplätzen reduziert werden. In den anderen Werken wurden die Optimierungsmaßnahmen bereits zu 80 % umgesetzt. Teilweise wurde der natürliche Abgang bzw. Pensionierungen nicht mehr nachbesetzt. Wir rechnen damit, dass bis auf fünf oder sechs Arbeitsplätze die 270 Arbeitnehmer in Brand gehalten werden. Möglicherweise wird es noch einzelne Optimierungen geben, aber nichts Großartiges mehr“, so Jöbstl.

Stora Enso betreibt in Österreich Sägewerke und Holzveredelung neben Brand noch an drei Standorten: Ybbs an der Donau (370 Mitarbeiter), Sollenau (160 Mitarbeiter) und Bad St. Leonhard in Kärnten. Der Konzern hat indes eine Zusammenlegung der Sparten Papier und Holz umgesetzt. Die neue Einheit, zu der auch der Standort Brand gehört, heißt „Printing and Living“.

Der Holzverarbeitungskonzern hält derzeit bei rund 30.000 Mitarbeitern in 35 Ländern. Weltweit will das schwedisch-finnische Unternehmen 2.500 Arbeitsplätze streichen – die meisten in Schweden und Finnland. 850 sollen im übrigen Europa abgebaut werden. Das Unternehmen will dadurch jährlich 200 Mio. Euro an Fixkosten und durch Verringerung der Produktionskapazität nochmals 75 Mio. Euro einsparen.