Erwin Lintner: NÖN.at reicht bis nach Luxemburg. Ausgewanderter Zwettler Erwin Lintner hält NÖN in Luxemburg die Treue.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. November 2020 (05:32)
Der Zwettler Erwin Lintner lebt seit fast 40 Jahren in Luxemburg. Über NÖN.at bekommt er die News aus seinem Heimatort und dem Waldviertel. Hier las er auch über das Weitraer Ehepaar, das nach Hamburg paddelt und mit denen er auch gleich via E-Mail in Kontakt getreten ist.
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Über NÖN.at ist der gebürtige Zwettler Erwin Lintner, der seit 1981 in Luxemburg lebt, mit den aktuellsten Nachrichten aus seiner Heimat sehr gut versorgt. Jetzt meldete er sich per E-Mail bei dem Weitraer Ehepaar Helga Langer und Peter Bochnik.

NÖN.at ist die Verbindung zur Heimat

Der NÖN-Artikel über die Paddeltour von Weitra nach Hamburg (siehe unten) und ihre Liebe zum Stausee Ottenschlag von Langer und Bochnik habe den Luxemburger dazu veranlasst:

„Ich war immer sportlich und wollte einfach mehr über dieses besondere Ehepaar erfahren“, erklärt Lintner, der mit seiner aus Dublin stammenden Gattin Marie Therese in Letzebuerg (Luxemburg auf Luxemburgisch) lebt.

Erwin Lintner im Dubliner Fußballdress. Er spielte 1976 in der zweithöchsten irischen Liga. Im Bild mit seiner Gattin Marie Therese.
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Berichte aus der Heimat verfolge er überhaupt mit großem Interesse: „Ich bin in den vergangenen knapp 40 Jahren immer eng mit meiner Heimatstadt Zwettl und dem Waldviertel verbunden geblieben. Hier bin ich aufgewachsen, habe zehn Jahre beim SC Zwettl Fußball und bei der Union Zwettl Tischtennis gespielt und war dabei nicht der Schlechteste. Ich hatte und habe hier noch immer viele Freunde“, betont Lintner.

Sein beliebtestes Bindeglied zum Waldviertel ist in all den Jahren die NÖN geworden. „Ich verdanke auch den Kontakt zum Weitraer Ehepaar dem allgegenwärtigen Internet“, betont der Jurist Lintner, der in Luxemburg Karriere gemacht hat.

Nach Studium Karriere in Luxemburg gemacht

Nach seinem Jusstudium, das er 1972 mit dem Doktortitel abgeschlossen hat, arbeitete er vier Jahre bei Wiener Banken. In Luxemburg wechselte er zu Deutschen Banken und war die letzten 22 Jahre seines aktiven Berufslebens bei der Commerzbank tätig.

„Hier konnte ich meine überlegenen Englisch-Kenntnisse, die ich mir bei einem zweijährigen postgradualen Studium am Trinity College Dublin, das international hoch beachtet ist, erworben habe, im internationalen Kreditgeschäft voll zur Anwendung bringen“, meint der gebürtige Zwettler, der sich zum Prokuristen in der internationalen Kreditabteilung hinaufgearbeitet hat und mit deutschen Konzernen wie BASF, VW, Bayer zu tun hatte.

„Praktisch alle diese Kredite in Millionenhöhe wurden auf Konsortial-Basis vergeben. Das heißt, wir arbeiteten mit anderen internationalen Banken zusammen“, erklärt Lintner, der dazu Kontakte nach Brasilien, Mexiko, Bolivien, Österreich, Ungarn und die damaligen Länder BRD und DDR sowie Jugoslawien hatte.

Heuer leider kein Heimaturlaub

Jetzt genießt er mit seiner Gattin, die er während seines Studiums in Dublin kennen und lieben gelernt hat, den Ruhestand und schaut täglich auf NÖN.at.

„Die NÖN erinnert mich auch an meinem Vater Pius, der nach seiner Kriegsgefangenschaft in Russland bei der Zwettler Bezirkshauptmannschaft angestellt war und daneben in den 50er- und 60er-Jahren für den „Waldviertler“ geschrieben hat. Diese Zeitung war ja der Vorläufer der NÖN“, erzählt der Luxemburger, der Vater von vier Kindern ist.

Die „Paddler“ Helga Langer und Peter Bochnik aus der NÖN-Story waren über das Mail von Erwin Lintner sehr glücklich: „Wir freuen uns immer über neue Kontakte und dieses erste Mail von Erwin Lintner war offener und verbindlicher als es bei Social Media üblich ist. Wir waren erstaunt, dass die NÖN auch in Luxemburg gelesen wird, andererseits habe ich, als wir weltweit unterwegs waren, auch immer wieder nachgeschaut, was in Weitra los ist. Wir freuen uns darauf, Erwin Lintner bei seinem nächsten Heimatbesuch persönlich kennen zu lernen“, meint Helga Langer.