Top-Medizin in Top-Haus

Erstellt am 12. Oktober 2011 | 00:00
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Web-Artikel 109
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FEIERLICHE ERÖFFNUNG / 85-Millionen-Euro teurer Umbau des Landesklinikums Zwettl wurde offiziell abgeschlossen.

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Feierliche Eröffnung mit dem Durchschneiden des Bandes: Der kaufmännische Standortleiter Franz Waldecker, Landtagsabgeordneter Franz Mold, der medizinische Geschäftsführer der Landeskliniken-Holding Robert Griessner, Landeshauptmann Erwin Pröll, sein Stellvertreter Wolfgang Sobotka, der ärztlicher Direktor Manfred Weissinger, Regionalmanager Andreas Reifschneider, der pflegerische Standortleiter Andreas P. Lausch und Bürgermeister Herbert Prinz (v.l.).BRIGITTE LASSMANN-MOSER
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VON BRIGITTE LASSMANN-MOSER

ZWETTL / Eine „Ära“ ging am vergangenen Freitag, 7. Oktober, am Landesklinikum Zwettl mit der Eröffnung zu Ende, nämlich die rund 10-jährige Bauzeit, in der das 1979 errichtete Krankenhaus auf der Propstei mit einem Kostenaufwand von rund 85 Millionen erweitert und umgebaut wurde, sodass dort heute Spitzenmedizin in zeitgemäßer Architektur geleistet werden kann.

„Es ist ein wunderschönes, modernes Krankenhaus geworden, mit einem Ambiente, das der Qualität dieser Gesundheitseinrichtung entspricht“, betonte Robert Griessner, medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landesklinken-Holding, der beim Festakt eine große Schar an Ehrengästen aus dem Gesundheitsbereich, Politik und Wirtschaft begrüßen konnte. In Zwettl werde ganz exzellente Medizin gemacht, so Griessner, nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch in Form zahlreicher Innovationen, wie etwa der „Zwettler Hüfte“. „Zwettl fällt auf!“, meinte Griessner, und dass Top-Leistungen nur von einem Top-Team erbracht werden können. „Zwettl ist ein sehr gut und sehr straff geführtes Haus – das ist der Schlüssel zum Erfolg!“

Als „wesentlichen Bestandteil in einer guten, wohnortnahen Gesundheitsvorsorge“ bezeichnete NÖGUS-Vorsitzender Landesvize Wolfgang Sobotka das Zwettler Klinikum in einer Filmpräsentation.

Zwettler Spital erlebte  imposante Entwicklung

1979 wurden von 250 Bediensteten 3400 Patienten betreut; 2011 sind es 16.000 Patienten und 640 Mitarbeiter – mit diesen Zahlen demonstrierte der ärztliche Direktor Manfred Weissinger eindrucksvoll die Entwicklung des Hauses. Durch die rasante medizinische Entwicklung sei ein Ausbau notwenig geworden. Auch Weissinger lobt die hervorragende Medizin sowie die wissenschaftliche Forschung, die in Zwettl betrieben werde, klagte aber gleichzeitig über einen „intensiven Ärztemangel“. Und er wies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Krankenhauses als einer der größten Arbeitgeber in der Region hin.

„Der heutige Tag ist für die Region ein sehr wichtiger“, erklärte Landeshauptmann Erwin Pröll in seiner Festansprache, „weil wir der optimalen Gesundheitsversorgung wieder einen Schritt näher sind“. Auch er hob die Arbeit, die in diesem Klinikum geleistet wird, lobend hervor, wies aber darauf hin, dass man „den menschlichen Aspekt in den Vordergrund rücken muss. Eine noch so optimale medizinische Einrichtung hilft nichts, wenn nicht gleichzeitig die beruhigende Hand des Arztes, der Schwester zu spüren ist!“ Pröll betonte den „Konjunkturmotor“, der durch den Umbau für die gesamte Region und das Land angesprungen sei und dankte allen, „die dabei Hirn, Herz und Hände angelegt haben“.

Pater Gregor Bichl, Pfarrer Karl Schrittwieser und die evangelische Pfarrerin Birgit Schiller erbaten abschließend gemeinsam Gottes Segen für das neue Haus, ehe als symbolischer Akt das Band durchschnitten wurde. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Trio von Oberarzt Christian Helmreich (mit Alexander Kastner und Ambros Pabisch) sowie dem Musikverein C.M. Ziehrer.