In Zwettl wurden weniger Nächte verbracht. Nächtigungen gingen 2019 stark zurück. Zahl der Ankünfte leicht gestiegen. Naturerlebnis und historische Innenstadt sind weiterhin Zugpferde.

Von Markus Füxl. Erstellt am 19. Februar 2020 (05:19)
Symbolbild
Kamil Macniak/Shutterstock.com

Sehr zufrieden mit dem abgelaufenen Tourismus-Jahr ist das Zwettler Tourismusbüro: „Die Zahl der Ankünfte hat sich erhöht. Der Trend geht zu kürzeren und häufigeren Aufenthalten“, erklärt Tanja Zlabinger. So stieg die Zahl der Gästeankünfte auf 34.324 (2018: 32.436). Die Zahl der Nächtigungen ging hingegen um rund 5.280 zurück auf insgesamt 67.771.

„Einerseits ist es auf das eher schlechte Wetter im Frühjahr 2019, anderseits auf kurzfristigen Schließzeiten in den Betrieben und einigen Neuübernahmen zurückzuführen. Bis dass dann Routine findet, ist normal“, sagt Zlabinger. So war etwa der Mai total verregnet. „Mit unserem Fokus Naturerlebnis büßen wir natürlich ein. Das hat weh getan.“

„Wir leben von unserer historischen Innenstadt“

Unter den Monaten gibt es einige Ausreißer. „Wenn viele Betriebe nachmelden, kann das die Statistik leicht verfälschen“, erklärt Zlabinger. So sei das auch im August 2018 geschehen.

Kurze Wege sind Trumpf. Was die Vorzüge der Gemeinde sind? „Wir leben von unserer historischen Innenstadt. Die Gäste sind verzaubert. Außerdem haben wir kurze Wege, um Essen zu gehen und Einzukaufen, man ist auch schnell im Kamptal und Zwettltal, um zu wandern“, sagt Zlabinger. Besonders gut kommen etwa das Stift Zwettl oder Schloss Rosenau an, sowie die „Klassiker“ Privatbrauerei Zwettl, Sonnentor und Waldland.

Die Bilanz
Photographer Claus/fotozwettl.at

Internationale Gäste. Besonders stolz sei man darauf, dass Zwettl immer mehr Anklang bei internationalen Gästen findet: „Wir begrüßen neben Gästen aus den Nachbarländern auch sehr viele aus Amerika, dem Vereinigten Königreich und Kanada“, sagt Zlabinger. Fast ein Viertel der Besucher kommt aus Tschechien, danach folgt Polen, Italien, Schweiz und Liechtenstein sowie die USA.

Stadtführungen begeistern. Eine Erfolgsgeschichte seien laut Zlabinger die Stadtführungen. „Die haben sich von 2018 auf 2019 auf 65 verdoppelt. Das ist eine Wahnsinnsentwicklung!“ Die Genuss-Stadtführung wird seit 2018 genutzt, neu seit 2019 ist die „Humoristische Zeitreise in historischer Gewandung“. Für die Führungen soll es 2020 neue Funkmikrofone geben. Für heuer liegt der Fokus auf dem Braustadtfest WAN, und der Zertifizierung als Wanderdorf für die nächsten Jahre.

Mehr Nächtigungen gewünscht. Bürgermeister Franz Mold sieht Handlungsbedarf bei den Nächtigungen: „Wir sind hier gefordert, alles zu tun, dass die Zahl wieder ansteigt.“ Vergleiche man die Nächtigungszahlen mit 2017 und 2016, bewege man sich aber im Durchschnitt.