Zwettl

Erstellt am 07. Juni 2018, 05:00

von Markus Füxl

Zwettler Pfarrhof: Doch kein Halleluja. Die Sanierung des Zwettler Pfarrhofes hätte bereits starten sollen. Pfarrer Kuziora erklärt, woran der Aufschub liegt.

Jetzt heißt es anpacken! Moderator Thomas Kuziora deutet an, dass viel Arbeit auf ihn und seine Pfarre zukommt. Schon im Herbst soll mit den Innenarbeiten im Pfarrhof begonnen werden.  |  Franz Weiss

Eigentlich wollte der Zwettler Pfarrmoderator Thomas Kuziora das Osterhalleluja während des Umbaus des Pfarrhofes erklingen lassen. Daraus wurde aber nichts. „Die Baugesetze in Niederösterreich sind sehr streng. Die vielen Vorschriften, vor allem beim Brandschutz, haben uns mehr Zeit gekostet als ursprünglich angenommen“, erklärt Kuziora im Gespräch mit der NÖN.

Außerdem musste er nach der Pfarrübergabe „von Null anfangen“, so Kuziora. So haben viele Unterlagen gefehlt und die Parzellenvermessung war völlig falsch. „Wir mussten alles noch einmal abmessen und die Grenzen mit den Nachbarn neu feststellen.“

Kirchenturm soll saniert werden

Obwohl man zwar damit gerechnet habe, waren die Funde bei der Bauuntersuchung im Vorfeld „doch überraschend“, sagt Kuziora. So fand man etwa ein mittelalterliches Mauergewölbe sowie alte Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1880 (die NÖN hat berichtet). Auch diese Entwicklung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes waren ein Grund für den Aufschub des Umbaus.

Bevor das Bauprojekt startet, soll zuerst der Kirchenturm saniert werden. Einige Zierelemente, wie die Türmchen an den Ecken, die Schalfenster und der Zierkranz, werden restauriert. Außerdem möchte Kuziora die alten Ecksteine freilegen. Den Start für die Sanierung möchte er mit den Umbauarbeiten in der Unteren Landstraße abstimmen. Diese soll wie berichtet in den Sommermonaten beginnen.

Kuziora präsentiert Pläne für den Umbau

Erst danach kann der Umbau des Pfarrhofes und des „Faltin“-Hauses starten. „Wenn ab sofort alles glatt läuft, rechne ich mit einem Baubeginn bis Anfang September“, so Kuziora vorsichtig.

Die Kosten für den Umbau des Pfarrhofes betragen 600.000 Euro. Damit wird das Projekt zur größten Baustelle der Diözese St. Pölten. Sie finanziert das Projekt, allerdings ist der Umbau des „Faltin“-Hauses in der Finanzierung nicht inkludiert. Auch von den Gesamtkosten von 190.000 Euro für den Kirchenturm muss die Pfarre 85.500 selbst übernehmen. Dazu wird ab September jeder zweite Sonntag im Monat ein sogenannter „Bausonntag“ sein. Mit der Kollekte wird so ein Beitrag für die Bauprojekte gesammelt.

Bereits am 8. Juni lädt Kuziora zu einer Planpräsentation um 19.30 Uhr in das Pfarrheim in der Zwettler Schulgasse. Restaurator Ralf Wittig wird über die Geschichte des Pfarrhofes berichten, mit dabei ist auch Architekt Johannes Kislinger . „Die Besucher sollen einen Einblick erhalten, was wir mit dem Pfarrhof und dem ‚Faltin‘-Haus vorhaben“, so Kuziora.