Bezirk Zwettl: Geht‘s im Winter auf die Pisten?. Der Lockdown verzögert den Start für die Skisaison. Aber ist überhaupt die Bereitschaft da, in die Berge zu fahren?

Von Angelika Koll und Joachim Brand. Erstellt am 25. November 2020 (05:37)
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Ob Skifahren in den Bergen, Wellness in der Therme oder doch lieber Sonne tanken in fernen Ländern, viele Zwettler gönnen sich im Winter gerne einmal eine Auszeit und fahren auf Urlaub. In dieser Saison bringt Corona jedoch viel Unsicherheit und von allen Seiten hört man nur eines: Abwarten.

„Im Moment haben wir einen kompletten Stillstand“, berichtet Patricia Reinhart von Raiffeisen Reisen Zwettl. Die Buchungslage für Winterurlaube ist dürftig, da die weiteren Corona-Maßnahmen nicht vorherzusehen sind.

NOEN

Wie Reinhart berichtet, kommen vereinzelt Anfragen, wie es denn nun mit dem Winterurlaub aussehe. „Freiwillige Stornos hatten wir wenig“, berichtet Reinhart, doch mussten natürlich aufgrund der Bestimmungen viele Reisen abgesagt werden. Zudem sei die Verwirrung groß. Immerhin ändern sich laufend die Bedingungen.

Wann sich die Situation wieder bessern wird ist nicht zu sagen. „Man sollte eine Kristallkugel haben“, meint Reinhart, und: „Die Reiselust ist dann sicher wieder da, wann ist die Frage.“ Und das Wann hängt von der Coronasituation und den damit einhergehenden Bestimmungen ab. In einem normalen Winter werden vor allem viele Wintersport- oder Wellnessurlaube gebucht. Über Weihnachten und Silvester seien aber auch Fernstrecken wie Thailand oder die Kanaren beliebt.

Urlaubsanfragen fehlen derzeit

Beim Reisebüro Kerschbaum sieht es normalerweise ähnlich aus, doch wie Nikola Kerschbaum erwähnt: „Jetzt ist alles gesperrt.“ Solange der Lockdown andauert, ist ein Verreisen sowieso nicht möglich und auch danach gibt es für viele Länder Einreisebeschränkungen. So gäbe es derzeit keine Reiseanfragen.

„Die Leute warten ab“, meint Kerschbaum. Immerhin weiß niemand genau, wann Hotels und Co. wieder in Betrieb gehen können. „Wir arbeiten derzeit am Jahresprogramm für das nächste Jahr“, sagt Kerschbaum. So wird etwa die Homepage überarbeitet.

Auch Buchungsanfragen für den Sommer, von denen normalerweise in der Zeit einige eintreffen würden, fehlen momentan. In diesem Jahr hätten viele Reisende ihren Urlaub stornieren müssen beziehungsweise sich in Anbetracht der Situation nicht mehr so wohl gefühlt, den gebuchten Urlaub auch anzutreten. „Sie wollen sich das nicht wieder antun“, meint Kerschbaum.

Geltende Maßnahmen sind entscheidend

Die Weihnachtszeit wie immer in Klagenfurt verbringen will Bezirkshauptmann Michael Widermann mit seiner Familie. „Meine Frau hat als Kärntnerin dort einen Wohnsitz, den wir gerne für Kurzurlaube nützen.“ Sollte es die Schneelage und vor allem die Corona-Lage erlauben, werde man auch die nahegelegenen Skigebiete nutzen. Ob es im Februar noch einen weiteren Skiurlaub in Gastein geben wird, ist noch unklar. Hierbei werden wiederum die geltenden Covid Maßnahmen entscheidend sein.

Gerne nimmt sich auch Schwarzenaus Bürgermeister Karl Elsigan eine Auszeit im Winter. „Meine Frau und ich hatten vor Weihnachten ein paar Tage in der Therme geplant“, sagt er. Das werde man nun erst nach den Feiertagen eventuell machen. Ansonsten hat Elsigan mit Freunden für Ende Februar für einen Skiurlaub vorreserviert. „Hoffentlich wird das dann wieder möglich sein“, meint der Bürgermeister.

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