Waldviertler traktierte 21-Jährige mit Fäusten. Waldviertler rastete bei Trennungsgespräch aus und ging auf 21-Jährige los: 1.000 Euro Schmerzensgeld und zehn Monate bedingt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. November 2019 (03:45)
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„Sie war völlig fertig, mit zerzausten Haaren und roten Würgeflecken am Hals. Sie zitterte und klagte über Schmerzen am ganzen Körper“, schilderte eine 51-jährige Waldviertlerin vor Gericht den aufgelösten Zustand ihrer Tochter nach einem Trennungsgespräch mit dem ehemaligen Partner aus dem nördlichen Raum im Bezirk Zwettl.

Telefonisch habe dieser die Trennung nicht akzeptiert, deshalb sei die Tochter für ein finales Gespräch noch einmal in die Wohnung des 21-Jährigen gefahren und dort sei es nach der Schilderung der Tochter dann eskaliert, berichtete die Mutter des Opfers im Zeugenstand. Noch heute leide sie an dem traumatisierenden Vorfall und sei in Behandlung, informierte sie.

Der beschuldigte Waldviertler räumte einen Streit mit der Ex-Partnerin ein, leugnete aber Tätlichkeiten. Er wollte die 21-Jährige weder geschlagen, getreten, gewürgt noch büschelweise Haare ausgerissen haben. Das sei alles erfunden, erklärte er.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren befand die Richterin den Waldviertler für schuldig und verhängte über ihn eine zehnmonatige Bewährungsstrafe. Weiters sprach sie dem Opfer 1.000 Euro Schmerzensgeld zu. Rechtskräftig.