Freude über neuen Turnsaal. Volksschule Bad Traunstein hat neuen Turnsaal. Die Bevölkerung unterstützte durch freiwillige Mitarbeit die Gemeinden bei den Arbeiten ganz wesentlich.

Von René Denk. Erstellt am 20. November 2019 (03:23)
Die Boulderwand kam bei der Eröffnung gut an. Im Bild die Kinder Aurelia Rameder, Johanna Mayerhofer, Nora Zimmer, Jakob Blabensteiner, Lorena Rameder, Leonie Blauensteiner und Sarah Farthofer (vorne von links) sowie Johannes Huber, Elisabeth Huber und Leonhard Mayerhofer (auf der Wand) und die Festgäste Julia Gundacker, Roland Zimmer, Wolfgang Kornberger, Andrea Strohmayer, Gabriela Hackl, Monika Mach, Herbert Fichtinger und Birgit Höchtl sowie Lukas Brandweiner.
René Denk

Die Freude bei Verantwortlichen und Kindern war groß, als am 17. November der neue Turnsaal in der Volksschule eröffnet wurde.

Im neuen Turnsaal erzählte Bürgermeister Roland Zimmer, dass dieser nach 42 Jahren komplett erneuert und auf zeitgemäße Standards adaptiert wurde. Der Saal wurde dabei ausgehöhlt und mit einem neuen Bodenaufbau inklusive Fußbodenheizung, Wandverkleidungen und einer neuen Fensteranlage versehen. Mit einem Prallschutz und viele Turngeräten entspricht er modernen Sicherheitskriterien. Er ist aber auch in Hinkunft für Veranstaltungen bestens gerüstet.

Neue Boulderwand ist ein Höhepunkt

„Die Musikkapelle hätte hier früher nicht spielen dürfen“, lachte Zimmer und freute sich über die wohltuenden Klänge der Gemeindemusikkapelle Bad Traunstein, auch dank der neuen Akustikdecke. In jeder Ecke sind Steckdosen montiert und es wurden „Teppichplatten“ zum Verlegen angeschafft, um den Turnhallenboden bei Veranstaltungen zu schützen.

Beim 330.000 Euro-Projekt wurden alle fix montierten Geräte erneuert, wie etwa Kletterstangen und -leitern, Sprossenwände, Taue und Ringe. Neu hinzugekommen sind zwei Handballtore sowie Basketballkörbe, eine Montagevorrichtung für eine Slackline und eine Boulderwand inklusive Weichboden, die schon bei der Eröffnung einen Anziehungspunkt für die Kinder darstellte.

Der Bürgermeister ging auch auf die großen Geruchsprobleme mit dem Turnsaal ein: „Wenn man anschließend ins Wirtshaus gegangen ist, haben die Leute dort sofort gesagt: Du warst gerade im Turnsaal, oder“, schilderte er plakativ. Die alten Materialien im Bodenaufbau erzeugten nämlich einen beißenden Gestank, eine Luftstromanalyse ergab allerdings, dass dieser Geruch nicht gesundheitsschädlich war.

Brandweiner: „Bin hier im gelobten Land“

Was Roland Zimmer mehrfach besonders betonte, war die großartige freiwillige Mitarbeit, die viele Bürger beim Turnsaal leisteten: „Viele Vereinsmitglieder, Gemeindearbeiter, unsere Putzkräfte, Gemeinderäte und viele weitere sind ohne besondere Aufforderung gekommen und haben mitgeholfen. Das war ein tolles Erlebnis für mich“, schilderte der Bürgermeister im NÖN-Gespräch, dass man sich beim Bau einiges ersparen konnte.

Trauten sich mit Schülerin Elisabeth Huber mit auf die Boulderwand: Nationalratsabgeordneter Lukas Brandweiner, Bürgermeister Roland Zimmer und Geschäftsführender Gemeinderat Herbert Fichtinger.
René Denk

Nationalratsabgeordneter Lukas Brandweiner schlug in dieselbe Kerbe und lobte das starke Miteinander und das Vereinswesen in Bad Traunstein. „Bei den Koalitionsgesprächen ist es auch Thema, wie man Vereine in Hinkunft behandeln soll, die nicht in Turnsäle dürfen. Da habe ich mir als Waldviertler gedacht, dass ich hier im gelobten Land lebe. Denn das gibt es bei uns einfach nicht“, betonte der Abgeordnete. Der Turnsaal wird in Bad Traunstein sogar von Montag bis Samstag benützt, bekräftigte Bürgermeister Zimmer.