Fäuste saßen bei 18-Jährigem wiederholt locker: Gericht

Erstellt am 24. November 2017 | 04:00
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Festnahme Symbolbild
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Alkoholisiert mutierte 18-Jähriger Waldviertler zum Rambo: Nur zwei Wochen nach einer Verurteilung schlug er wieder grundlos zu.

Gestärkt mit Hochprozentigem sorgte ein 18-jähriger Arbeiter am 3. Juni dieses Jahres vor einem Lokal in Waidhofen für turbulente Szenen. Der 18-Jährige geriet mit einigen Bekannten in Streit, und schlussendlich streckte er einen 30-Jährigen aus Vitis mit einem Faustschlag nieder. Mit einem gebrochenen Unterkiefer ging das Opfer zu Boden und zog sich dabei noch eine Brustkorbprellung und einen lädierten Finger zu.

Nur einige Wochen später schlug der 18-Jährige im Rausch bei einem Fest in Echsenbach wieder grundlos zu: „Der Schlag kam aus dem Nichts. Dann gingen bei mir die Lichter aus. Ich war bewusstlos und bin erst einige Minuten später wieder zu mir gekommen“, schilderte das 28-jährige Opfer vor Gericht und sagte: „Ich kenne den Burschen nicht, und es gab auch keinen Grund für die Tätlichkeit. Ich habe eine Gehirnerschütterung, eine Schädel- und Unterkieferprellung erlitten.“

Der Beschuldigte zeigt sich vor Gericht geständig: „Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, ich war betrunken.“

Zehn Monate auf Bewährung

Im Alkoholkonsum sah Richter Gerhard Wittmann auch das Hauptproblem: „Immer wenn Sie betrunken sind, fahren Sie die Faust aus. Und das schon zwei Wochen nach einer Verurteilung wieder!“

Der Waldviertler wurde zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, und er muss sich vom Alkohol fernhalten. Weiters muss sich der 18-Jährige einem Anti-Aggressionstraining unterziehen. Nicht rechtskräftig.