Rekordergebnis für den Tourismus. Das Waldviertel knackte bei den Nächtigungen 2018 die 1,2 Millionen-Marke. Im Bezirk gab es ein leichtes Minus.

Von Markus Füxl. Erstellt am 21. Februar 2019 (04:00)
Markus Füxl
Waldviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Niederösterreich-Werbung Christoph Madl, Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav und Landtagsabgeordnete Margit Göll präsentierten die Tourismuszahlen 2018.

Das Tourismusjahr 2018 brachte einen neuen Rekord: Erstmals gab es über 1,2 Millionen Nächtigungen im Waldviertel. Das bedeutet ein Plus von 1,5 Prozent auf 1,276.268. Auch die Ankünfte nahmen vergangenes Jahr um 3.627 (+1 Prozent) zu und belaufen sich auf insgesamt 356.378. Der Bezirk Zwettl verzeichnet ein leichtes Minus von 0,1 Prozent: Im vergangenen Jahr gab es 392.862 Nächtigungen. Bei den Ankünften gab es ein Plus von 0,4 Prozent auf 81.800. Markante Gemeinden im Detail:

Schwarzenau: Mit einem Plus von 66,9 Prozent auf 2.559 Nächtigungen verbucht Schwarzenau den prozentuell stärksten Anstieg. Bürgermeister Karl Elsigan sagt dazu: „Wir freuen uns sehr. Die Statistik bestätigt, dass wir am richtigen Weg sind.“

Einen Anteil am Erfolg habe der Knödelradrundweg, der im Juni 2018 eröffnet wurde. „Die Nachfrage nach Betten ist seitdem gestiegen. Dass es aber so krass ist, ist natürlich umso besser.“

Zwettl: Vizebürgermeister Johannes Prinz kann sich über ein Plus von 4,8 Prozent auf 73.049 Nächtigungen freuen. „Ich bin begeistert von der touristischen Entwicklung der Stadtgemeinde.“ Vor allem das Erholungsbedürfnis der Städter trage zu den steigenden Nächtigungszahlen bei. „Bei uns kann man Wandern, die Natur, Radfahren und E-Mountainbiking in Hülle und Fülle genießen.“ Auch der Umbau der Schwarzalm vor zwei Jahren wirke sich noch immer positiv auf die Nächtigungszahlen aus.

Pölla : Die Nächtigungen in Pölla sanken um 4.785 (-20 Prozent). Mit dem Verlust reiht sich die Gemeinde aber noch immer unter den Top 15-Gemeinden ein (siehe Infoboxen). Der Rückgang ist laut Bürgermeister Günther Kröpfl leicht erklärt: „Üblicherweise haben wir rund 19.000 Nächtigungen pro Jahr. 2017 gab es einen sprunghaften Anstieg auf fast 24.000 Nächtigungen.“ Der Grund: Eine Großveranstaltung mit über 700 Pfadfindern, die mehrere Tage im Ferienschloss Wetzlas übernachteten.

40 Prozent kommen für die Gesundheit

NÖN

Die Tourismuszahlen präsentierten Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus und der Gmünder Landtagsabgeordneten Margit Göll in Weitra. „Der Tourismus im Waldviertel ist eine Erfolgsgeschichte. Der Werbeslogan ‚Wo wir sind, ist oben‘, ist selbstbewusst, aber das völlig zu Recht“, freute sich Bohuslav bei der Präsentation.

Besonders zugelegt wurde bei Gästen aus Vorarlberg (+31,1 Prozent). Aus dem Ausland haben Polen mit +73,5 Prozent am stärksten zugelegt: von 3.400 Nächtigungen anno 2017 auf über 6.000.

NÖN

Ein Grund für den Erfolg sei laut Schwarzinger die Etablierung des Waldviertels als Ganzjahrestourismusgebiet. So finden mittlerweile 36 Prozent aller Nächtigungen im Winter statt. Über 40 Prozent der Gesamtnächtigungen kommen aus dem Gesundheitsbereich. Auch der Radtourismus nimmt zu, vor allem die Thayarunde ist hier ein Zugpferd. Das Ziel für 2019 ist eine Steigerung der Auslastung und die rund 14.600 Betten im Waldviertel möglichst konstant mit Gästen zu füllen.