Waldviertler Jugendschiri nötigte Teenager zu Sexfotos. Die Rote Karte setzte es für einen nunmehr Ex-Jugendschiedsrichter, der über das Netz Teenie-Kickerinnen belästigt hat: Teilbedingte Strafe!

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 18. Februar 2021 (17:16)
APA (Symbolbild)

Im Juli 2017 beschloss ein damals 15-jähriger Waldviertler aus dem Bezirk Zwettl, sich die Kontaktadressen zu österreichischen Fußballerinnen, zu denen er als geprüfter Jugendschiedsrichter Zugang hatte, für seine sexuellen Begierden zunutze zu machen. Zumeist über Messengerdienste forderte er die Mädchen auf, ihm Nacktfotos zu senden. Nachdem ihm einige Mädchen freiwillig einige Fotos übermittelt hatten, ging er einen Schritt weiter: Neben Nacktfotos wollte er noch Masturbationsvideos und drohte bei Ablehnung den Opfern, er werde die bereits übermittelten Fotos samt Daten und Telefonnummern auf diversen Plattformen veröffentlichen oder an Trainer und Freunde weiterzugeben.

Jüngstes Opfer war 13 Jahre alt

Zumindest 20 Mädchen, das jüngste Opfer erst 13 Jahre alt, habe der Waldviertler bis zum Oktober 2019 bedroht und unter Druck gesetzt, um an pornografisches Material zu kommen, führte die Anklägerin aus. Der Schöffenprozess in Krems gegen den mittlerweile ehemaligen Jugendschiedsrichter fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bei der öffentlichen Urteilsverkündung wurde der bislang unbescholtene Waldviertler wegen schwerer und geschlechtlicher Nötigung, schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und der Vergehen der pornografischen Darstellung Minderjähriger zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt: 22 Monaten, davon muss er fünf Monate hinter Gittern absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.