Wer in Langschlag kandidiert. Wer sind die Spitzenkandidaten in Langschlag zur Gemeinderatswahl? Wofür stehen sie? Was sind ihre Visionen für die Stadt?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Januar 2020 (15:38)
Andreas Maringer ist Bürgermeister und hält mit seiner ÖVP aktuell 15 der insgesamt 19 Mandate. Johann Höfenstock tritt für die SPÖ an. Seine Partei hält vier Mandate im Ortsparlament. Friedrich Holy  möchte für die FPÖ Stimmen holen. Seine Partei ist aktuell nicht im Gemeinderat vertreten.
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Ihre Bilanz: Wie hat sich Langschlag in den vergangenen fünf Jahren entwickelt? Und wo soll Langschlag in 20 Jahren stehen?

Andreas Maringer, ÖVP: Es wurden viele Projekte umgesetzt, etwa der Bau eines neuen Arzthauses, die Sanierung der Sportanlagen und des Clubgebäudes und der Ausbau der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung. Langschlag soll sich zu einer Wohn- und Wohlfühlgemeinde weiterentwickeln. Dazu gehört auch die Stärkung unserer Wirtschafts- und Tourismusbetriebe sowie die Schaffung der dafür notwendigen Infrastruktur.

Johann Höfenstock, SPÖ: In Langschlag ist in den letzten Jahren einiges umgesetzt worden. Es wurde investiert in Kindergarten, Schule sowie Güterwege, Straßenbeleuchtung, Gehsteige, Wasserversorgung, Bau eines Arzthauses und des Sportgebäudes um nur einige zu nennen. Jedes einzelne davon ist eine Aufwertung für Langschlag, was sich in der Zukunft rechnen wird.

Friedrich Holy, FPÖ: Langschlag hat sich in den letzten Jahren zu einer ruhigen Gemeinde entwickelt. Im Ortsgebet ist eine Vereinsamung zu erkennen, auch in der Gastronomie identifiziert man einen Rückgang. In 20 Jahren sollte eine verbesserte Lebensqualität im Ortsleben zu erkennen sein, auch einen Anstieg für die heimische Gastronomie und Verkaufsläden wäre von Vorteil.

Was sind die ersten Vorhaben, denen sich die Langschläger Politik nach der Wahl widmen sollte?

Maringer: Die Wiedervergabe des Teichbuffet, Schaffung neuer Bauplätze, der weiter Ausbau einer sicheren Wasserversorgung für unsere Bevölkerung, der Bau einer leistungsfähigen Internetverbindung, die Förderung der Vereine und Feuerwehren.

Höfenstock: Wir sind jetzt schon auf einem guten Weg den wir weiterführen werden. Weitere Aktionen sollten sein den Klimawandel entgegen zu wirken. Dafür notwendig wäre unter anderem eine öffentliche Verbindung nach Linz für unsere Pendler. Leistbares Wohnen und Baugründe um die Abwanderung zu stoppen, sowie Förderung des Fremdenverkehrs.

Holy: Als erstes würden wir auf die Bürger zugehen und die Bedürfnisse erfragen um Lösungen zu finden. Des Weiteren soll das Ortsleben und die heimische Gastronomie sowie Verkaufsläden gefördert werden. Auch Arbeitsplätze und Entlohnung wollen wir verbessern um die Abwanderung nach Tschechien einzudämmen. Weitere Ansätze wären eine Verbesserung in der Pflege.

Warum soll man am 26. Jänner Ihrer und nicht einer anderen Partei die Stimme geben?

Maringer: Wir treten mit einem neuen motivierten Team an, das sowohl aus erfahrenen als auch aus neuen Kandidaten besteht. Die ÖVP Langschlag möchte den erfolgreichen Weg für unsere Gemeinde fortsetzten.

Höfenstock: Es bestätigt uns und wir werden auch weiter für die Gemeindebürger da sein.

Holy: Genügend Stimmen wären wichtig, damit mehrere Parteien und somit andere Meinung vertreten sind. Diese Zielsetzung ist ein wichtiger Schritt, um ein Vertrauen zu vermitteln.

Welches Wahl-Ergebnis würden Sie für Ihre Partei als Erfolg werten?

Maringer: Da erstmals in Langschlag neben der ÖVP und SPÖ auch die FPÖ antritt, wäre der Erhalt der bisher 15 Mandate ein Erfolg für mich.

Höfenstock: Jede dazugewonnene Stimme ist ein Erfolg.

Holy: Für unsere Partei wären 15 Prozent bereits ein großer Erfolg, da wir zum ersten Mal antreten.

Falls es nach dem 26. Jänner keine Partei mit absoluter Mehrheit gibt: Welche Rolle soll ihre Fraktion in der Gemeinde spielen?

Maringer: Wir werden auch in Zukunft, so wie auch schon in der Vergangenheit für unsere Gemeinde Langschlag mitarbeiten und mitgestalten und das Bestmögliche für unsere Bevölkerung erwirken.

Höfenstock: Ich glaube, dass sich diese Frage in Langschlag nicht stellt.

Holy: Meine Fraktion würde mit den Bewohnern die Bedürfnisse erkunden und somit Lösungen finden.