Winter kann kommen

Erstellt am 19. November 2013 | 23:59
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Foto: NOEN, Foto: Straßenmeisterei
ihre Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit fast abgeschlossen.
Von Pamela Wohlmuth

BEZIRK ZWETTL / Der Winter hat sich zwar noch nicht besonders bemerkbar gemacht, doch sind die Vorbereitungen der vier Straßenmeistereien bereits voll im Gange und teilweise schon abgeschlossen.

„Wir sind gerade dabei“, berichtet Johannes Kerschbaum, Leiter der Straßenmeisterei Zwettl, die insgesamt 250 km betreut. „Wir haben etwa 80 % an Streugut – 1.800 t Streusalz und rund 5.000 t Streusplitt – bereits eingelagert. Für einen durchschnittlichen Winter benötigen wir 8.000 Tonnen Splitt und 2.000 Tonnen Salz“, so Kerschbaum, der darauf hinweist, dass die Salzstreuautomaten auf den technisch neuesten Stand gebracht wurden und nur mehr die unbedingt notwendige Menge an Streusalz aufgebracht wird, denn der Umweltgedanke steht auch hier im Vordergrund.

Was die immer wieder auftauchende Frage, nach Zusatzstoffen im Streusalz betrifft, erklärt Kerschbaum: „Das Salz, das wir verwenden, ist reines Steinsalz oder Kochsalz – NaCl – ohne Zusätze“. Eine Neuerung gibt es in dieser Wintersaison ebenfalls: Die Straßenmeistereien Zwettl und Groß Gerungs werden sich die Betreuung des Abschnittes von Ritterkamp bis hinauf nach Rappottenstein (Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr) teilen.

Winter lässt heuer etwas auf sich warten

Was die Betreuungszeit betrifft, wird in der Zeit von 22 Uhr bis 2 Uhr nicht betreut, mit Ausnahmen bei extremer Witterung. Ein weiterer Aspekt ist die Umlaufzeit (Zeit, die die Fahrzeuge benötigen, eine ihnen zugeteilte Strecke durchzufahren, Anm.), diese beträgt für Streusalz etwa zweieinhalb und vier Stunden für Streusplitt.

„Der Winter kann kommen“, so Martin Hiemetzberger, Betriebsleiter der Straßenmeisterei Allentsteig. „Die Vorbereitungen sind für die Fahrzeuge abgeschlossen. Die Schneezeichen sind fast fertig gesetzt und bei den Schneewänden mehr als die Hälfte“, berichtet Hiemetzberger, in dessen Bereich es heuer noch zu keinem Einsatz gekommen ist. Die Streifendienste und Fahrzeuge sind aber bereits aktiviert.

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Ebenfalls für den Winter gerüstet: Josef Tauber und Josef Berger von der Straßenmeisterei Groß Gerungs vor den Salzsilos.
Foto: NOEN, Foto: Straßenmeisterei

„Der Winter lässt heuer ein bisschen auf sich warten“, meint Christian Springschitz, Leiter der Straßenmeisterei Groß Gerungs, der gemeinsam mit 45 Mitarbeitern 236 km an Straßen betreut. „Unser tiefster Punkt ist direkt in Roiten, da liegen wir bei 430 m Seehöhe, und der höchstgelegene Punkt liegt in Bärnkopf (Weinsbergwiese) auf 980 m Seehöhe“, weiß Springschitz zu berichten. Diese Bandbreite stellt eine gewisse Herausforderung dar. 

Was die Wintervorbereitungsarbeiten betrifft, ist die Straßenmeisterei Groß Gerungs „mitten dabei“, „die Schneestangen und Schneegitter werden gerade bzw. sind schon fertig gesetzt. Auch 1.500 Tonnen Streusalz sind schon eingelagert, und bis jetzt sind 5.000 Tonnen Streusplitt im Lager“, stellt Springschitz fest. Weiters unterstreicht auch er, dass wirklich nur reines Siedesalz auf den Straßen verwendet wird.

Splitt und Salz eingelagert

„Wir wollen noch mit den Schneewänden und Schneestangen fertig werden, dann kann der Winter kommen. Nächste Woche ist es so weit“, so der Betriebsleiter der Straßenmeisterei Ottenschlag, Franz Blabensteiner, der erzählt, dass es in der vorigen Woche schon zu den ersten Einsätzen gekommen ist. „Wir hatten in Bad Traunstein, Gutenbrunn, Martinsberg und Ottenschlag schon eine Schneedecke von etwa 10 cm.“ Was die restlichen Wintervorbereitungen betrifft, ist das Streugut – Splitt und Salz – bereits fertig eingelagert.

In den vier Straßenmeistereien Allentsteig, Groß Gerungs, Ottenschlag sowie Zwettl, sind die Vorbereitungen für die heurige Wintersaison abgeschlossen bzw. so gut wie fertig. Dem diesjährigen Winter steht also nichts mehr im Wege. Appell an die Autofahrer: Den Fahrstil den Witterungsverhältnissen anzupassen.