Vier Schafe in Langschlag gerissen

Aktualisiert am 16. August 2022 | 09:55
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Zwei Schafe in Langschlag wurden durch Raubtier-Attacke getötet, zwei schwer verletzt. Ob es ein Wolf war, wird ein DNA-Test klären.

Als am Samstagmorgen Gerhard Kernstock aus Siebenhöf seine vier Schafe mit Futter versorgen wollte, machte er eine grausige Entdeckung. Zwei seiner Schafe bluteten stark am Hals. Er suchte die zwei weiteren Schafe und fand eines am Hals zerbissen und bereits verendet, vom vierten Schaf fand er nur noch Gerippe, der Rest war offenbar bereits aufgefressen.

Kernstock verständigte die Behörde, und dann nahm die Amtshandlung ihren Lauf. Die Amtstierärztin nahm eine DNA-Probe, die nun untersucht wird. In voraussichtlich einer Woche gibt es dann das konkrete Ergebnis.

Vermutet wird in dieser Gegend ein Angriff von Wölfen, so wie es sich schon vor vier Jahren in Langschlag zugetragen hat. Kernstock war damals einer von vier Schafbauern, deren Schafe dem Wolf zum Opfer gefallen sind – das wurde damals auch per DNA-Test bestätigt.

Familie Kernstock hält seit 1983 Schafe. Seit der Hofübergabe vor fünf Jahren hat sie jedoch nur vier Stück zur Selbstversorgung, da ihre Nachfolger auf Hochlandrinderzucht umgestellt haben.

Die zwei Schafe, die den blutigen Angriff in der Nacht von Freitag auf Samstag überlebt haben, musste Kernstock notschlachten, weil sie so schwer verletzt waren. „Das war jetzt schon das zweite Mal, dass das meinen Schafen passiert“, so Kernstock.

Der DNA-Test wird mit Spannung erwartet, das Ergebnis wird in rund einer Woche bekannt sein. Es wird dadurch die Frage geklärt werden, ob der Räuber etwa ein streunender Hund oder wirklich ein Wolf war.

„Ich glaube nicht, dass ich mir wieder Schafe nehmen und sie auf der Weide halten werde“, ist Gerald Kernstock nun endgültig verunsichert.