Moser: „Machowelt ist hier noch in Ordnung“

Erstellt am 30. März 2019 | 04:41
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silvia moser
Gemeinderätin Silvia Moser (Grüne)
Foto: René Denk
Heftige Debatten über Bevorzugung von Frauen bei der Straßennamensgebung.

Die Namensgebung von Straßen stand ebenfalls auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Zwettl.

Dabei stellten die Grünen einen Ergänzungsantrag: Bei der Bezeichnung sollen Frauennamen vergeben werden. Stadtchef Franz Mold meinte: „Wir möchten uns nicht dazu verpflichten, auf jeden Fall einen Frauennamen auswählen zu müssen. Es gibt sicher Situationen, wo das nicht angebracht wäre.“ SPÖ-Stadtrat Franz Groschan pflichtete Mold bei: „Wir wollen eine Gleichstellung von Frauen, aber keine Besserstellung.“

 „Wenn wir sonst keine Sorgen haben...“

 FPÖ-Stadtrat Ewald Edelmaier sprach sich gegen den Antrag der Grünen aus und schürte das Feuer und meinte zynisch: „Ich glaube, in der Firma Kastner hätte man keine Freude damit, wenn die Karl-Kastner-Straße Maria-Kastner-Straße benannt worden wäre. Außerdem gibt es sehr viel weibliche Straßennamen: Die Bundesstraße 36, die Bundesstraße 38 und so weiter.“

„Offensichtlich ist die Machowelt im Zwettler Gemeinderat noch in Ordnung. Es gibt sehr viele Zwettler Frauen, die das verdient hätten“, erregte sich Gemeinderätin Silvia Moser (Grüne). ÖVP-Stadträtin Andrea Wiesmüller: „Wenn wir sonst keine Sorgen haben, als über Straßennamen zu diskutieren, dann geht es uns wirklich ausgezeichnet!“ Für den Ergänzungsantrag stimmten nur die Grünen (5).