Zwettl: Johann Preiss wird neuer Grüne-Gemeinderat

Ein neuer Kandidat betritt die politische Bühne in der Zwettler Stadtgemeinde: Nachdem Grüne-Stadtrat Ewald Gärber im Juli seinen Rückzug bekanntgab, die NÖN hat berichtet, folgt Johann Preiss in den Gemeinderat. Silvia Moser übernimmt Stadtrat-Funktion, Günter Widhalm wird Prüfungsausschuss-Vorsitzender und arbeitet ab sofort im Finanzausschuss mit.

Markus Füxl
Markus Füxl Erstellt am 17. September 2021 | 13:28
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Johann Preiss (Mitte) wird neuer Grüne-Gemeinderat in Zwettl. Mit im Bild: Fraktionsobfrau Silvia Moser und Bezirkssprecher Andreas Piringer.
Foto: Markus Füxl

Der 58-jährige Biolandwirt aus Oberstrahlbach sei die „Idealbesetzung“ gewesen, erklären Grüne Fraktionsobfrau Silvia Moser und Bezirkssprecher Andreas Piringer bei einem Pressegespräch am 17. September. Zuvor war Preiss bereits im Vorstand der Grünen und unterstützte die Partei bei der Gemeinderatswahl. „Als Biobauer hat er einen speziellen Zugang zu den Themen Bodenverbrauch und gesunde Ernährung“, sagt Moser. Piringer ergänzt augenzwinkernd: „Bürgermeister Franz Mold ist selber Landwirt, vielleicht gibt es da die eine oder andere nette Diskussion.“

Johann Preiss bewirtschaftet einen 32 Hektar großen Betrieb. Seine Haupteinkommensquelle sind biologische Erdäpfel, daneben baut er Getreide an und hält Mutterkühe. Mit seiner Lebenspartnerin hat er zwei erwachsene Kinder. „Ich hoffe, dass ich mich im Gemeinderat gut einbringen kann“, erklärt Preiss. Besonders wichtig sind ihm die Themen Bodenverbrauch und der Radverkehr in der Innenstadt: „Hier gibt es noch viel Luft nach oben.“ Der 58-Jährige soll am Montag von Bürgermeister Mold als neuer Gemeinderat angelobt werden.

Geschlecht war auch ein Faktor bei Besetzung

„Mir war auch wichtig, dass der neue Gemeinderat ein Mann wird, damit das ausgeglichen ist“, erklärt Moser. Sie übernimmt das freigewordene Stadtrats-Mandat. Gemeinderat Günter Widhalm wechselt dafür in den Vorsitz im Prüfungsausschuss und wird zukünftig auch im Finanzausschuss tätig sein. Gemeinderätin Christine Herndler komplettiert das Team.

Aktuell weisen die Grünen im Rahmen der Mobilitätswoche auf das „1-2-3-Ticket“ für NÖ, Wien und das Burgenland hin: „Wir hoffen auf einen guten Abschluss in absehbarer Zeit“, sagt Moser. Kritik gibt es weiter für die Begegnungszone, die NÖN berichtete mehrfach: „Für Fußgänger macht die Zone keinen Unterschied zu früher. Die untere Landstraße wird immer eine Durchfahrtsstraße bleiben.“