Zwettl

Erstellt am 20. Juni 2018, 03:00

von Markus Füxl

Preise für geniale Ideen verliehen. Mit Teichrandbausteinen und ökologischer Sportplatzpflege landeten zwei Teams aus Zwettl bei einem landesweiten Bewerb auf dem ersten und zweiten Platz.

Mit ihren Teichrandbausteinen „CaPoFix“ erzielten Thomas Penz und Rudolf Meier (3. und 4. v.l.) den ersten Platz des „riz up Genius Ideen- und Gründerpreises“. Mit im Bild: „riz up“-Geschäftsführerin Petra Patzelt, Landesrätin Petra Bohuslav und Jochen Flicker, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft.  |  Mostropolis

Zwei Geistesblitze zahlten sich aus: Im Rahmen des „riz up Genius Ideen- und Gründerpreises“ erhielten in der Kategorie „Geniale Unternehmer“ zwei Teams aus Zwettl eine Auszeichnung.

Erster Platz für „Teichrandbaustein CaPoFix“

Teichoase-Geschäftsführer Thomas Penz und IT-Experte Rudi Meier gewannen mit dem Projekt „Teichrandbaustein CaPoFix“ den ersten Preis und damit auch 6.000 Euro. Bei ihrem Projekt dienen Bausteine aus Kunststoff als Abgrenzung von Teich-Wasser. Das Besondere: Die Abgrenzung lässt eine flexible Veränderung in Länge und Form zu. „Wir hatten die Idee vor sechs Jahren. Ich bin froh, dass ich Rudi im Team habe, er ist ein kleiner Daniel Düsentrieb“, sagt Penz im Gespräch mit der NÖN.

Der Sieg bei der Preisverleihung auf Schloss Thalheim kam für ihn aber überraschend: „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagt er lachend.

Aktuell suchen die beiden Vertriebspartner, in Produktion wollen sie nächstes Jahr gehen. „Jährlich werden 750 Schwimmteiche in Österreich gebaut. Der Markt ist für uns sicher gegeben“, so Penz.

Mit ihrem Projekt zu ökologischer Sportplatzpflege erzielte Elisabeth Koppensteiner mit ihrem Team von Gartenleben den zweiten Platz und damit 4.000 Euro Preisgeld. Das europaweit einzigartige Projekt läuft seit zwei Jahren. Getestet wurde es auf Sportplätzen in Kirchbach am Walde und in Krummnußbaum.

Das Gartenleben-Team erreichte für ihre ökologische Sportplatzpflege den zweiten Platz. Im Bild: Petra Patzelt, Stefan Strobelberger, Landesrätin Petra Bohuslav, Elisabeth Koppensteiner, Magdalena Walch und Christina Wundrak  |  Mostropolis

„Sportplätze werden oft jahrzehntelang falsch gepflegt. Weil die Spieler bei jedem Wetter und mit Stollen an den Schuhen spielen, beansprucht das den Platz“, erklärt Koppensteiner.

Bei dem Projekt wurde die Sportplatzpflege auf organische Düngung sowie Bearbeitung mit Komposttee mit Algen und sogenanntem „Topdressing“ umgestellt. „Das Topdressing besteht aus Humus und einem Sandgemisch. Wenn wir das ausstreuen, stellt es den Platzwarten zwar die Haare auf, aber es wirkt“, so Koppensteiner.

Mit Unterstützung der Donau-Uni wurden an Rasenproben Vegetationsanalysen durchgeführt und etwa auf Versickerung des Wassers sowie Unkräuter getestet. Das Ergebnis: Ein gesundes und dichtes Wachstum der Gräser, ganz ohne chemisch synthetischen Pestiziden und Düngemitteln.